Eintracht Frankfurt U21 - SV Neuhof 2:2 (1:0)
Dramatik in Dreieich: 2:2 - 89. und 90.+2
Archivfoto: ON/Carina Jirsch
30.10.2022 / DREIEICH -
Mit einem unglaublichen Schlussspurt hat Schlusslicht SV Neuhof in der Hessenliga die Überraschung geschafft und bei der U21 der Frankfurter Eintracht, ihres Zeichen Tabellenzweiter, auf der Zielgeraden noch ein nicht mehr für möglich gehaltenes 2:2 (0:1) geholt. Nach 89 Minuten lag Neuhof noch 0:2 hinten.
Bis dahin sah alles nach einem standesgemäßen Erfolg der Eintracht-Youngster aus, der am Ende verdient, aber auch glanzlos gewesen wäre. Schon nach fünf Minuten schienen die Hausherren mit dem schnellen 1:0 den Grundstein gelegt zu haben. Neuhof wehrte sich, machte seine Sache über weite Strecken auch nicht schlecht, kam aber vor der 89. Minute nur zu einem einzigen gefährlichen Abschluss, als Akif Kovac mit seinem Distanzschuss an Schlussmann Jannik Horz scheiterte (18.).
Eintracht lässt zu viele Möglichkeiten liegen
Dass sich das Ergebnis überhaupt bis in die Schlussphase im Rahmen hielt, lag auch am Umgang der Eintracht mit den vorhandenen Möglichkeiten. Etliche Situationen wurde zu schlampig zu Ende gespielt, vorhandene Abschlüsse zu leichtfertig vertan. So dauerte es bis zur 60. Minute, ehe das Spiel anscheinend entschieden war. Nach einem Konter bediente der eingewechselte Amiri Torschütze Gianluca Schäfer.Neuhof steckte zwar auch nach dem zweiten Gegentor nicht auf, aber es fehlte den meisten Zuschauern der Glaube daran, dass dieses Spiel noch in eine andere Richtung kippen könnte. Tat es dann aber trotzdem - weil der eingewechselte Fahrudin Kovac mit seinem Kopfballtreffer die Ampel für Neuhof auf Grün stellte. Wie sich die Eintracht dann aber in der Nachspielzeit mit einem Konter den Ausgleich einfing, war fast schon dilettantisch und dürfte Coach Glibo die Zornesröte ins Gesicht getrieben haben. Schlussmann Horz musste zunächst 30 Meter vor seinem Tor klären. Warum Neuhof danach aber den Angriff nahezu unbehelligt zu Ende konnte und schließlich zum entscheidenden Abschluss kam, war doch schon verwunderlich.
Shani ins Krankenhaus
Pech hatten gleich zwei Neuhofer: Zunächst erwischte es Ronaldo Shani schwer. Eine genaue Diagnose war nicht zu erfahren. Der Stürmer kam aber direkt ins Krankenhaus. Nur wenige Minuten später musste auch Oliver Pandov vom Feld. Ihn zwickte es in der Wade. Dafür hatte Juan Manuel Paez Dusel. Sein übler Tritt an der Eckfahne gegen Denis Streker wurde nur mit Gelb bestraft.Bemerkenswert ist noch ein Blick auf die Anzahl der Ordner rund um das Sportgelände in Dreieich. Sage und schreibe 55 "Stewards" sorgen für einen geregelten Ablauf von den Parkplätzen bis zu den Tribünen. "Ich kann tatsächlich nicht erklären, warum das so viele Leute sind. Auf alle Fälle haben wir bei einem Heimspiel vermutlich mehr Ordner als die ganze Hessenliga in allen anderen Partien an einem Spieltag zusammen", so Alessandro Crisafulli, bei der Eintracht zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Eintracht Frankfurt U21: Horz; Otto, Gebuhr, Fisher, Brauburger, Dejanovic, Schäfer (62. Bobson), Wenig (46. Streker), Ghotra (46. Amiri), Loune (71. Cassaniti), Ferri (46. Alikhil).
SV Neuhof: Grbovic; Igkmpinompa (74. Garmanis), Williams, Pandov (64. Somov), Paez, Djebarri, Sosa Perez (69. Thiry), M. Kovac, Costa Sabate, A. Kovac (89. Yanez Cortes), Shani (58. F. Kovac).
Schiedsrichter: Tim Waldinger (TSV Rauschenberg).
Zuschauer: 650.
Tore: 1:0 Harpreet Ghotra (5.), 2:0 Gianluca Schäfer (60.), 2:1 Fahrudin Kovac (89.), 2:2 Mirza Kovac (90.+2).+++
Hinweis:
Dieser Artikel ist zuerst auf torgranate.de erschienen.