PalliativStiftung und O|N (Teil 3)

Über die Rolle von Angehörigen: Was können diese tun?

Mit der Rolle von Angehörigen beschäftigt sich der dritte Teil des Podcasts von Deutscher PalliativStiftung und O|N.
Foto: Mark Castens / PalliativStiftung

30.10.2022 / REGION - "DIE PFLEGETIPPS – Palliative Care": Über dieses Buch mit seinen 45 Kapiteln hört die Deutsche PallliativStiftung mit Sitz in Fulda immer wieder: "Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre uns soviel erspart geblieben!" Das soll geändert werden. Deshalb wurden schon rund eine Million Exemplare verteilt. Und deshalb werden als Kooperation von OSTHESSEN NEWS und Deutscher PalliativStiftung die 45 Kapitel einzeln multimedial aufbereitet: 45 Kapitel zu 45 wichtigen Themen in 45 Wochen. Immer sonntags auf OSTHESSEN NEWS. Im Kapitel 3 geht es darum, was Angehörige tun können.


Hören Sie den Podcast hier mit Dr. Thomas Sitte, Vorstandsvorsitzender der Deutschen PalliativStiftung, und O|N-Redakteur Bertram Lenz:

https://open.spotify.com/show/5H4uVNU5pQY6A97DpnBVtk?si=e26e38936be54d15&nd=1.

Zudem gibt es jeden Sonntag ein weiteres Kapitel im Zwiegespräch von Helmut Sämann mit dem Autor Dr. Thomas Sitte auf dem You-Tube-Kanal "Frag den Sitte": 

https://www.youtube.com/channel/UCt2Z_sRluHA9iMu9HFFzfAA.

Im Podcast wird neben einem kurzen Gespräch das jeweilige Kapitel der Pflegetipps vom Autor, Dr. Thomas Sitte, vorgelesen – im Video wird der Inhalt der Kapitel im Dialog zwischen Helmut Sämann und "Doc Sitte" näher erläutert und mit praktischen Erfahrungen ergänzt. 

Die deutsche Version und 21 verschiedene Übersetzungen können als PDF-Datei unter https://www.palliativstiftung.de/de/shop/gedrucktes/die-pflegetipps-palliative-care kostenfrei heruntergeladen werden. 

Gedruckt kann das Büchlein bestellt werden unter https://palliativstiftung.de/de/shop/gedrucktes.


Kapitel 3: Was können Angehörige tun?

 "Ich wollte doch noch so viel mit Dir erleben, mit Dir zusammen sein, mein Glück mit Dir teilen, meine Ängste Dir anvertrauen. Und nun stirbst Du, und Du tust es ganz alleine. Und ich sitze hier neben Dir und weiß nicht, wie ich Dir helfen kann." Oder: "Oh Gott, nun hilf ihm endlich einzuschlafen, nimm ihm die Schmerzen und das Leid, lindere seine Angst vor dem Tod und dem Danach."  

Mit diesen und anderen Gedanken sitzen Angehörige neben dem Bett eines sterbenden geliebten Menschen. Häufig sind sie hilflos, angsterfüllt, aber auch wütend und traurig. Das Leben dieses Menschen geht zu Ende. Die Angehörigen werden nicht gefragt, was sie davon halten. Es passiert einfach. Man kann den Angehörigen helfen, indem man sie mit in den Sterbeprozess einbezieht. 

Sie können dem geliebten Menschen die Füße massieren, die Hand halten, sich zu ihm ins Bett legen oder ihn bei schwerer Atemnot aufrecht halten, sie können für ihn singen, beten und musizieren. Das Gespräch mit einem Team, bestehend aus Ärzten, Pflege, Seelsorge und Therapeuten hilft ihnen, mit ihrer eigenen Hilflosigkeit und Ohnmacht umzugehen und nach dem Sterben ihres Mannes, ihrer Frau, der Eltern oder eines Kindes weiterzuleben. 

Anmerkung aus islamischer Sicht

Die Bedeutung von Gebet, Quran- Rezitation und Bittgebeten für den Kranken:

Viele Gläubige finden im Gebet, Quran-Rezitation und Bittgebeten eine körperliche und seelische Ruhe. In vielen Fällen kann dies ihre Angst und Sorgen erleichtern und somit ihre Schmerzen und die anderen Symptome lindern. Es bestehen Sonderregelungen für die rituelle Reinigung und das Gebet im Krankheitsfall. Man kann sich bei den Gelehrten erkundigen oder dies in den jeweiligen Fiqh-Büchern nachlesen. (Dr. Thomas Sitte) +++ 


Bei der Podcast-Aufnahme: Dr. Thomas Sitte (rechts) und O|N-Redakteur Bertram Lenz.
Foto: O|N - Archiv / Laura Struppe

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