Radmarathon-WM im italienischen Trento
Johannes Schäfer fährt eine Weltmeisterschaft als Abschluss und Belohnung
Fotos: privat
18.10.2022 / LAUTERBACH -
Dass in Johannes Schäfer die Ruhe wohnt und er daraus seine Stärke bezieht, ist nicht neu. Und so ordnete der Lauterbacher seinen Start an der "Weltmeisterschaft für jedermann" im italienischen Trento ein. "Für mich war sie von ihrem Stellenwert her eine kleine Belohnung. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal bei einer WM teilnehmen und mich dafür qualifizieren würde." Und der Wettbewerb hatte es in sich: über einen Rundkurs mit insgesamt 144 Kilometern und 3.900 Höhenmetern mussten die Teilnehmer aus aller Welt "zweieinhalb" Bergpässe überwinden - so den berühmten Monte Bondone. OSTHESSEN|NEWS ließ er daran teilhaben.
"Das Profil war schwieriger als beim Ötztaler", bewertete der 26-Jährige den Streckenverlauf. Auch der Herausforderung Ötztaler, dem wohl berühmtesten und anziehungskräftigsten Radmarathon der Welt, hatte sich der Lauterbacher jüngst gestellt. Der Lauterbacher hat also schon einiges erlebt - dennoch schildert er das, was eine WM auch in ihm auslöste. "Es ist schon was ganz Besonderes, bei einer WM zu starten." Wie so viele Sportler, fieberte auch er darauf hin. "An diesem Tag wirst du bei einer Weltmeisterschaft fahren."
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Bei der Frage nach dem Erlebniswert zögert der 26-Jährige nicht. "Auf jeden Fall war es ein Erlebnis. Und zugleich eine ganz besondere Belohnung für diese Saison. Eine Weltmeisterschaft fährt man schließlich nicht jeden Tag. Umso mehr muss man den Augenblick genießen." Johannes startete in der Altersklasse "19-34" - allein in dieser Klasse nahmen 223 Fahrer aus aller Welt die Herausforderung WM auf sich. Der Sieger, Stefan Kirchmaier aus Österreich, gewann das Rennen mit 4 Stunden und 14 Minuten. Johannes kam 34 Minuten hinter Kirchmaier auf Platz 80 ins Ziel.
Überhaupt: das Etikett "Rennen für jedermann" ist irreführend, dient es doch lediglich der Einordnung, dass im Gegensatz zu den Profis "jedermann" an diesen Rennen teilnehmen darf. Die aber besitzen denselben Anspruch, es ist dieselbe Herausforderung, derselbe sportliche Wert wie bei den Profis.
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