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Nachdreher zur SG Barockstadt

Geburtstagskind Aaron Frey erklärt die Lage und das Defensivverhalten

Barockstadts Innenverteidiger Aaron Frey
Archivfoto: Jonas Wenzel/yowegraphy

09.10.2022 / FULDA - Die Tatsache, achtmal in Folge unbesiegt geblieben zu sein in der höheren Liga, ist für einen Aufsteiger bemerkenswert. Äußerst bemerkenswert. Mehr noch: Die Fußballer der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, die nach elf von 17 Spielen der Vorrunde auf Platz vier der Regionalliga Südwest liegen, haben eine erstaunliche Tugend entwickelt. Sie punkten selbst dann, wenn sie mal einen weniger guten Tag haben. Wie beim 1:1 am Samstag gegen die U23 der TSG Hoffenheim. 


"Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht", befand auch SGB-Innenverteidiger Aaron Frey, der am Tag des Spiels seinen 25. Geburtstag feierte. "Ich fand unseren Gegner auch ganz gut. U-Mannschaften sind fußballerisch immer stark. Es war schwierig, in Ballbesitz zu kommen. Nach unserer Führung habe ich gedacht, dass wir das 1:0 als Arbeitssieg einfahren können. Aber wir haben einmal nicht aufgepasst. Das war ärgerlich und bitter." Eine Kurz-Analyse, die den Nagel auf den Kopf trifft.

Das Defensivverhalten bleibt das Prunkstück

Was die SG Barockstadt wieder einmal gut machte, drückt Frey so aus: "Wir haben kaum etwas zugelassen." Auf die Frage, wie er das Defensivverhalten umreißt, antwortet der stets präsente Innenverteidiger: "Wir stehen defensiv ziemlich gut und kompakt. Wir haben ja auch eine der besten Abwehrreihen. Das spricht für die Mannschaft." Nur das Spitzenduo Ulm und Homburg kassierte weniger Tore. Auch, dass die SGB das fairste Team der Liga ist, rührt von dieser defensiven Stärke.

"Wir verteidigen gut durch", bemüht der 25-Jährige die Fußballersprache, "die Automatismen haben sich eingespielt. Jeder weiß, wo er hinlaufen muss. Im Verbund machen wir das sehr gut. Die Defensiv-Arbeit ist einer der Hauptgründe für unseren Erfolg." Die Abwehrkette (eingebettet in die Innenverteidiger Marius Grösch und Aaron Frey sind die offensivstarken, aber defensiv stabilen Außenverteidiger Kristian Gaudermann und Kevin Hillmann) habe sich eingespielt, sagt Frey, schließlich habe man am Samstag "das sechste oder siebte Mal in Folge" in dieser Formation zusammen gespielt. 

Letzte Reihe der SGB schließt Zentrum und defensive Halbräume

All dies bewies die letzte Reihe der SGB, als sie gegen Hoffenheims Talentschmiede nicht nur das Zentrum, sondern auch die defensiven Halbräume gut schloss. Nicht umsonst sagte TSG-Trainer Vincent Wagner: "Wir haben es lange nicht geschafft, in offensive Räume zu kommen." Das war in der zweiten Halbzeit. Im ersten Abschnitt schon. Aufbau, Verlagerungen, Doppelpässe und Bewegungsspiel zeigte der Gast - Präzision, Mut, Entschlossenheit und Besetzung der Box aber fehlten. Dass die so war, lag aber auch an der stimmigen Arbeit gegen den Ball, die die SGB zeigte.

SGB-Coach Sedat Gören haderte unterdessen ein wenig mit Marius Löbigs Chance, die der im direkten Gegenzug nach dem 1:1 noch auf dem Schlappen hatte - das hätte die Entscheidung sein können. Fuldas Trainer ordnete aber gerechterweise ein: "Unsere Schlüsselspieler im Zentrum haben keinen guten Tag gehabt. Wir waren nicht giftig genug. Das muss man den Jungs aber auch mal verzeihen." Immerhin punktete die Mannschaft auch an einem Tag, an dem es mal nicht so gut läuft. (wk) +++

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