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Nächster Gegner der SG Barockstadt

TSG Hoffenheim II: Rotation und Feilen an der Entwicklung sind Trumpf

Das U23-Team des Bundesligisten aus dem Kraichgau
Fotos: TSG Hoffenheim

07.10.2022 / HOFFENHEIM/FULDA - Eine spannende Aufgabe kommt am Samstag auf die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz zu: Die U23 der TSG Hoffenheim ist in der Regionalliga Südwest zu Gast in der Johannisau (Anstoß 14 Uhr). Wieder einmal hat es der Aufsteiger aus Fulda mit dem "Unterbau" eines Bundesligisten zu tun. Es ist der zweite von drei Vergleichen gegen U23-Teams - der erste gegen Mainz 05 ging daneben, und dem gegen Hoffenheim folgt Ende Oktober mit der Prüfung gegen den VfB Stuttgart ein weiterer.


Idee und Philosophie: "Wenn man unsere Aufstellung der letzten Spiele ansieht", sagt Trainer Vincent Wagner, "dann erkennt man, dass wir oft mit vier A-Junioren gespielt haben". Der Auftrag sei klar: Absolute Top-Talente zu entwickeln. "Es macht einfach Spaß, mit ihnen zu arbeiten", gerät der Coach beinahe ins Schwärmen. "Wir waren in allen bisherigen Spielen mehr oder weniger auf Augenhöhe, haben aber hier und da wegen Kleinigkeiten verloren." Wagner meint körperliche Härte und Cleverness. Er weiß, dass dies keine Kleinigkeiten sind, vielmehr ist es ein Entwicklungsprozess. 

Auch im Kraichgau steckt die Idee dahinter, junge Talente frühzeitig an den Männerbereich heranzuführen. "Das sind andere Welten, Jugendbereich und Männerfußball", ist er sich über den geduldigen Weg dieser Aufgabe im Klaren. "Viele unserer Jungs trainieren im Bundesliga-Kader mit. Aber das heißt ja nícht, dass sie spielen." Denn Spielpraxis sei für 18- oder 19-Jährige immer noch das Wichtigste. "Es ist ein Privileg, mit ihnen zu arbeiten", so der Coach, der sich auch darüber bewusst ist, dass die Rotation in seinem Team groß ist. Schon 32 Feldspieler hat die U23 der TSG eingesetzt.

Der Kader: Vielleicht bekanntester Name auf der TSG-Liste ist Nick Proschwitz: Er hat das, was viele in seinem Team nicht haben: Erfahrung. Der 36-Jährige, der von Fortuna Köln kam, kann auf Einsätze in der Bundesliga verweisen. Auch Andu Kelati sollte man im Blick haben. Mit seinen 20 Jahren hat er schon mehr als 50 Regionalliga-Spiele absolviert, Ausbildungsverein des Rechtsaußen ist der FSV Frankfurt. Oder den Südkoreaner Mingi Kang, der vor wenigen Monaten noch für den Hessenligisten Bayern Alzenau auflief.

Der Trainer: Vincent Wagner ist gebürtiger Thüringer, in den letzten 15 Jahren war er allerdings im Ruhrgebiet unterwegs. In der vergangenen Saison trainierte er die U19 des Traditionsvereins Rot-Weiß Essen an der berühmt-berüchtigten Hafenstraße spielte er lange selbst. Jetzt - besser gesagt mit Beginn dieser Runde - hat es den Gymnasiallehrer Wagner samt seiner Familie in den Kraichgau verschlagen.

Der bisherige Saisonverlauf: Die ausgeglichene Bilanz von vier Siegen, einem Remis und vier Niederlagen steht für die TSG-U23 zu Buche - bei einem Torverhältnis von 18:20. "Wir sind nicht unzufrieden - aber auch nicht zufrieden. Wir wollen schon den einstelligen Tabellenplatz." Aktuell ist die TSG bei einem weniger ausgetragenen Spiel als die Konkurrenten Elfter. 

Der nächste Gegner: "Das wird eine sehr schwierige Aufgabe in Fulda", sagt Wagner klipp und klar. Die SGB komme als "sehr gestandene Regionalliga-Mannschaft daher. Obwohl sie Aufsteiger ist". Vor zwei Wochen habe er sich Fulda anschauen können - beim 4:1-Sieg gegen Worms. Er urteilt: "Gute Qualität auf den Außenbahnen. Gutes Zentrum. Gut kämpfende Innenverteidiger. Breit aufgestellt. Mit Pomnitz ein Unterschiedsspieler. Speed und Wucht sind im Team." (wk) +++

Trainer Vincent Wagner

Spaß im Training, von links: der Ex-Alzenauer Mingi Kang, Felix Hagmann und Joshua Quarshie, eines der vielen Talente

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