Ein Schmöker für Föllsche und Freeme

Wo die Engel Selfies machen: Neues Buch führt an "Glücksorte in Fulda"

Streetart als Kulisse: Selfiepoint an der alten Stadtmauer in der Brauhausstraße
Fotos: Christine Reith

03.10.2022 / FULDA - In die lange Reihe an Fulda-Literatur gesellt sich seit kurzem ein Buch, das die Stadt unter einem ganz besonderen Blickwinkel unter die Lupe nimmt. "Glücksorte in Fulda. Fahr hin & werd glücklich" heißt es und die Autorin Christine Reith nimmt die Leserschaft darin mit auf einen Streifzug durch die Barock-, Sternen-, Inklusions-, Hochschul- und Musicalstadt, den es in dieser Form zwischen zwei Buchdeckeln noch nicht gegeben hat.



"Für dieses Buch habe ich meine ganz persönlichen Glücksorte zusammengestellt und mit offiziell Sehenswertem und lokalen Geheimtipps kombiniert", schreibt Christine Reith, hauptberuflich Freie PR-Redakteurin, im Vorwort. "Herausgekommen ist ein Mix aus 80 inspirierenden Orten zum Staunen und Entdecken, zum Genießen und Bewundern, zum Glücklichsein und Glücklichwerden."

Das Buch ist Teil der "Glücksorte"-Reihe des Droste-Verlags, der bereits viele Städte im In- und Ausland auf diese Weise porträtiert hat. "Als ich dem Verlag angeboten habe, ein Buch über Fulda zu schreiben, waren die sofort begeistert, weil besonders kleinere attraktive Städte, die touristisch viel zu bieten haben, beim Lesepublikum gut ankommen", sagt Christine Reith im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.

Bei der Umsetzung habe der Verlag ihr weitestgehend freie Hand gelassen. "Natürlich sollten auch die wichtigsten touristischen Highlights, wie etwa der Dom, dabei sein. Ansonsten hat man allenfalls noch angeregt, auch über Plätze zu schreiben, die eigentlich eher was für Kinder sind, wie etwa der Theresienhof, die Himmelsschaukeln in den Hundeshagenanlagen oder der Naturspielplatz am Gerloser Häuschen, an denen aber auch die Erwachsenen ihre Glücksmomente haben können." Und da Christine Reith Mutter von zwei sieben und 13 Jahre alten Kindern ist, mit denen sie in den letzten Jahren reichlich in und um Fulda herum unterwegs war, fiel ihr die Auswahl diesbezüglich nicht schwer.

Herausgekommen ist ein super Schmöker, mit dem man es sich – gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit – abends im Lesesessel so richtig gemütlich machen kann. Die 80 Kapitel präsentieren sich jeweils auf einer Doppelseite in Wort und Bild, sind also übersichtlich und man muss sich beim Durchblättern nicht totlesen. Man kann nach Lust und Laune hin- und herspringen - zwischen kleinen Geschichten über "herzliche Menschen, lange Laufstrecken, kreative Kultur, laute Bars, leckere Gastro und Action für die Kinder. Von allem ebbes eben", wie es im Klappentext heißt.

Klar, als Einheimischer kennt man vieles, aber eben auch nicht alles. An mir zum Beispiel war der Selfiepoint an der alten Stadtmauer in der Brauhausstraße, an dem man sich wie ein Engel mit Flügeln aus Blumen ablichten kann, bislang völlig vorbeigegangen. Ein schickes Foto-Motiv für Föllsche wie auch für Freeme (hochdeutsch: Fuldaer und Fremde), für die der Fulda-Führer bei einem Besuch einen guten Überblick über die Vielfalt der Stadt bietet und Lust macht, sie selbst zu erkunden. – Und ein bisschen Glück kann man schließlich immer gut gebrauchen ...

Christine Reith: Glücksorte in Fulda. Fahr hin & werd glücklich. Paperback, 168 Seiten, Droste. (mw) +++

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