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Sitzung des Haupt-und Finanzausschusses

Stadionsanierung wird zehn Prozent teurer als veranschlagt

Die Sanierung des Stadions wird teurer als gedacht
Archivfotos: ON/Laura Stuppe

12.07.2022 / FULDA - Am Montagabend tagte im Fuldaer Stadtschloss der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Fulda. Ein Thema auf der Tagesordnung: der Umbau des städtischen Stadions in der Johannisau. Das Sanierungsarbeiten werden nämlich teurer als zunächst veranschlagt. Die Gründe dafür sind vielschichtig. 



Von einer "deutlichen Verteuerung" sprach Stadtbaurat Daniel Schreiner. Rund 2,7 Millionen Euro wird der Umbau des in die Jahre gekommen Stadions mehr kosten als zunächst veranschlagt. Dabei wurde bislang nur das hergerichtet, was die Sportstätte ohnehin schon mitbringt. Wieso also die Kostensteigerung? 

"Das Problem ist, dass in dem Stadion jahrelang nicht getan wurde. Die Infrastruktur (Elektronik, Wasser, usw.) kostet daher enorm viel Geld. Dazu kommt, dass wir nicht wussten, was sich unter den Tribünen befindet", erklärt Schreiner. Dort fand man nämlich noch Schutt aus dem Zweiten Weltkrieg, der nun teuer entsorgt werden muss. "Das konnte im Vorfeld keiner prognostizieren", so der Stadtbaurat. 

Außerdem haben sich durch den Krieg in der Ukraine Baumaterialien wie Stahl und spezielle Rohre deutlich verteuert. Zudem wird ein eigentlich für später vorgesehener Bauabschnitt nach vorne gezogen. Durch den Aufstieg der SG Barockstadt in die Regionalliga soll der Gästebereich schnellstmöglich geschlossen werden, damit die Auswärtsfans über den Westring ins Stadion gelangen können und nicht mit den Heimfans zusammentreffen. "Das alles schlägt sich in der Kostensteigerung nieder", so Schreiner. 

Die Mitglieder waren sich dennoch einig, das Projekt weiter zu unterstützen, da ein modernes Stadion nicht nur dem Fußball zugutekäme, sondern auch ein Werbeträger für die Stadt Fulda sei. 

Positiver Jahresabschluss 2021

Darüber hinaus wurde eine moderate Anhebung der Bauaufsichtsgebühren beschlossen und der Jahresabschluss der Stadt Fulda festgestellt. Mit einem Überschuss von über 21 Millionen Euro fällt der sehr positiv aus. "Das lässt sich aber mit geringeren Aufwendungen als ursprünglich geplant leicht erklären", so Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und nannte den ausgefallenen Hessentag als Beispiel. 

Abgelehnt wurde hingegen ein Antrag der AfD, der ein Strom- und Gas-Abschalt-Moratorium für Kunden der RhönEnergie forderte. Damit solle verhindert werden, dass Menschen der Strom abgestellt werde, wenn sie aufgrund der hohen Energiepreise ihre Rechnungen nicht mehr zahlen könnten. Die Versammlung war sich aber einig, dass dieses Thema eine bundesweite Lösung bedürfe. (fh)+++

Die Fertigstellung der Gästetribüne wird vorgezogen

Am Montagabend tagte im Marmorsaal des Stadtschlosses der Haupt- und Finanzausschuss
Foto: Felix Hagemann

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