Gelebter Tierschutz
Jäger und Landwirte arbeiten Hand in Hand bei der Rehkitzrettung
Fotos: Privat
24.05.2022 / RASDORF (RHÖN) -
Der Schutz von Rehkitzen, Niederwild und Bodenbrütern bei der Grünlandmahd liegt im Interesse der Jäger und Landwirte. Deshalb arbeiten in Rasdorf beide Parteien Hand in Hand. Bei der ersten Wiesenmahd, die in die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere fällt, werden bundesweit jedes Jahr an die hunderttausend Rehkitze getötet.
Der angeborene Drückinstinkt der Tiere hilft zwar vor den natürlichen Feinden aber nicht vor dem Mähwerk der immer größer und schneller werdenden Landmaschinen. Entsprechende Maßnahmen sind erforderlich, um diese enorme Zahl zu verringern. Ein guter Draht zwischen Landwirten, Jägern und Helfern ist der Schlüssel zum Erfolg, um den Mähtod zu stoppen. Neben den herkömmlichen Methoden wie Vergrämung durch Wildscheuchen, akustische Wildretter und Absuche mit Hunden, Mähstrategie und Fahrtgeschwindigkeit hat sich mittlerweile die Tierrettung aus der Luft mit hochtechnisierten Drohnen, die über Wärmebildtechnik und Tageslichtkameras verfügen, etabliert.
Hinweis: Sollten Sie bei einem Spaziergang ein vermeintlich verlassenes Rehkitz entdecken, fassen Sie es nicht an. Die Ricke, welche das Jungtier abgelegt hat (und zurückkommt), würde es sonst nicht mehr annehmen. Ein qualvoller Hungertot wäre die Folge. Bei der professionellen Kitzrettung werden die Tiere so geborgen, dass dies ausgeschlossen werden kann. Sollten Sie unsicher sein, informieren Sie den Jagdpächter. (pm) +++