Zehnter globaler Klimastreik

Laufdemo von Fridays For Future: "Krieg tötet Menschen und Klima"

Fridays For Future-Demo in Fulda.
Fotos: Carina Jirsch

26.03.2022 / FULDA - "Krieg tötet Menschen und Klima" - lautete die Aufschrift auf einem der vielen Plakate der Fridays For Future-Demo am Freitagmittag in der Fuldaer Innenstadt. Anlass der Aktion: der zehnte globale Klimastreik unter dem Motto #ReichtHaltNicht und #PeopleNotProfit. "Wir gehen auf die Straße, um für Klimagerechtigkeit zu demonstrieren - aber auch für den Frieden, denn das eine kommt nicht ohne das andere aus", erklärte Frauke Goldbach von Fridays For Future Fulda.



In vielen deutschen Städten - sei es Hamburg und Berlin - setzten die Menschen gemeinsam ein Zeichen. Um 13 Uhr startete am Fuldaer Universitätsplatz eine Laufdemo. Die Route führte unter anderem über die Rabanusstraße in Richtung Domplatz, weiter an der Stadtpfarrkirche vorbei und vom Bahnhof wieder zurück zum Ausgangspunkt. Anschließend folgte eine Kundgebung mit einigen Redebeiträgen und Musik. Laut Polizei nahmen um die 120 Menschen an der Veranstaltung teil.

1,5-Grad-Ziel im Fokus

Das Pariser Klima-Abkommen und die damit verbundene 1,5-Grad-Grenze steht nach wie vor im Vordergrund der Aktivisten. Mit allen Mitteln müsse die Erderwärmung auf ein kontrollierbares Maß beschränkt werden. "Wenn wir aber so weitermachen wie bisher, können wir das Ziel einfach nicht erreichen", so die 16-Jährige vom Organisationsteam. Der aktuelle Weltklimaratsbericht führe vor Augen, "dass wir uns überschätzt haben, unsere Lage ist schlimmer als gedacht". Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen habe bereits gezeigt, was in Zukunft auch hierzulande vermehrt folgen könne. "Die Politik muss jetzt aufwachen und handeln", lautet die Forderung der FFF-Aktivistin. 

Für Frieden: "Make peace - not war" 

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine beschäftigte auch die Demonstranten. "Der Konflikt verdeutlicht, wie abhängig wir von fossilen Energieträgern sind - wir müssen uns davon lösen." Zusätzlich verursache der Krieg gravierende Folgen für das Klima, wie Goldbach abschließend im Gespräch mit O|N ergänzte: "Der Einsatz von Kampfflugzeugen, Panzern, Schiffen und unterschiedlicher Waffen und Raketen schädigt die Umwelt massiv." Umso wichtiger sei es, sich nun für den Frieden generell und eine striktere Klimapolitik einzusetzen. (mkr) +++

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