Sieg schon fast Pflicht
Nach Dippel-Beben: Barockstadt will sich wieder aufs Wesentliche konzentrieren
Foto: ON/Martin Engel
24.03.2022 / FULDA -
Vor dem Spiel am Samstag beim SC Waldgirmes (15 Uhr) steht die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz bereits mit dem Rücken zur Wand. Es müssen dringend Punkte her, wenn man die Aufstiegsplätze nicht schon nach drei Spieltagen aus den Augen verlieren will. Doch gerade jetzt sorgt ein Nebenschauplatz für Unruhe rund um die SGB.
Es geht natürlich um die Kritik und den Rücktritt von Beiratsmitglied Wolfgang Dippel, der neben seiner "Fresst und sauft nicht so viel"-Rede auch die sportliche Leitung und die Einstellung der Mannschaft kritisierte. Er sehe keine Emotionen, keinen unbedingten Willen zum Sieg, so Dippel und stellte prompt auch die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Trainer Sedat Gören in Frage. "Die Zusage an den Trainer, seinen Vertrag zu verlängern, war viel zu früh. Das Training - so höre ich - ist gut. Aber das wirkt sich nicht auf die Mannschaft aus."
Fokus auf die nächsten Spiele
Bei der SGB ist das Unverständnis über die Kritik auch einige Tage nach Dippels Äußerungen immer noch groß. Beschäftigen will man sich damit aber nicht mehr. Stattdessen soll sich der Blick wieder auf das Sportliche richten. "Wir richten den Fokus nur noch auf die nächsten Spiele, alles andere lassen wir links liegen", sagt SGB-Trainer Sedat Gören.Diese Einstellung dürfte auch nötig sein, denn nicht nur neben dem Platz gibt es Störgeräusche, auch auf dem Platz läuft es bislang alles andere als rund. Nach zwei sieglosen Spielen zu Beginn der Aufstiegsrunde ist die SGB am Samstag in Waldgirmes schon fast zum Siegen verdammt, wenn sie weiter um den Aufstieg in die Regionalliga mitspielen will.
Grösch kehrt zurück, Fragezeichen bei Pomnitz
Das kann man wohl laut sagen. Im ersten Spiel der Aufstiegsrunde schlug der SC Spitzenreiter Stadtallendorf mit 2:1, dazu in der Vorrunde zweimal Eddersheim und zweimal Hessen Dreieich. Alles Mannschaften, gegen die es für die Barockstadt bislang wenig zu holen gab. Und trotzdem sagt Gören klar: "Wir haben jetzt nur noch Sechs-Punkte-Spiele. Wir wollen dort natürlich gewinnen." Dabei helfen soll dann auch wieder Marius Grösch, der nach seiner Sperre wieder zurückkehrt. Fragezeichen stehen noch hinter Leon Pomnitz und Jan Vogel, ansonsten sind bis auf die Langzeitverletzten alle Mann an Bord. (fh) +++