Nach Warnung von Bundesamt
Eintracht Frankfurt trennt sich von russischem Premium-Sponsor Kaspersky
Foto: Eintracht Frankfurt
16.03.2022 / FRANKFURT AM MAIN -
Jetzt also doch! Der hessische Bundesligist Eintracht Frankfurt hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem russischen Premium-Sponsor Kaspersky getrennt. Zuvor hatte das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) vor dem Einsatz von Virenschutzsoftware des russischen Software-Unternehmens gewarnt.
Diese Warnung war letztlich ausschlaggebend für die sofortige Trennung. "Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir die Fortsetzung der Partnerschaft mit Kaspersky an Fakten und Haltung festmachen und nicht an Staatsangehörigkeiten. Mit der Warnung des BSI hat sich die Faktenlage und damit das Vertrauen in die Schutzfähigkeit der Produkte und Dienstleistungen von Kaspersky entscheidend verändert", begründete Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann den Schritt. Den Hessen dürften damit Einnahmen in siebenstelliger Höhe verloren gehen.
"Bedauern die Entwicklung sehr"
Schon direkt nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hatte die Eintracht die Partnerschaft mit Kaspersky vorerst ausgesetzt. Erst nachdem sich das Unternehmen vom russischen Angriffskrieg distanziert hatte, nahm man die Verbindung wieder auf. Jetzt folgt also das endgültige Aus. "Wir blicken auf eine sehr vertrauensvolle und erfolgreiche Partnerschaft mit Kaspersky zurück und hatten in den vergangenen fast vier Jahren immer ein faires und gutes Miteinander mit den handelnden Personen. Wir bedauern die Entwicklung sehr", sagte Hellmann. (fh)+++
Archivfoto: ON/Carina Jirsch