Wahlsieg gegen Peter Peters
Bernd Neuendorf zum neuen DFB-Präsidenten gewählt
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11.03.2022 / BONN -
Bernd Neuendorf ist neuer Präsident des DFB. Wie erwartet setzte sich der bisherige Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein als Vertreter des Amateurlagers gegen seinen Konkurrenten aus dem Profilager, Peter Peters, durch.
Der 60-Jährige gewann die Wahl klar mit 193:50 Stimmen gegen den ehemaligen Schalker Finanzboss Peters. Es war die erste Kampfstimmung in der langen Geschichte des DFB. "Ich möchte alles dafür tun, damit dieser Verband wieder zur Ruhe kommt", sagte Neuendorf in seiner Bewerbungsrede kurz vor der Wahl.
Die Menschen seien es "einfach leid" immer wieder von Hausdurchsuchungen und Skandalen zu lesen. "Sie wenden sich ab, fühlen sich nicht mehr vertreten", so Neuendorf. Es brauche eine neue Kultur des Miteinanders. "Und ich bin optimistisch, dass uns das gelingen kann."
Koch-Aus beim DFB
Zuletzt machte der DFB vornehmlich Negativ-Schlagzeilen: Durchstechereien, mehrere Hausdurchsuchungen, eine öffentliche Schlammschlacht unter den Spitzenfunktionären- Seit 2012 mussten vier DFB-Präsidenten frühzeitig zurücktreten – zuletzt Fritz Keller, nachdem er den Präsidenten des süddeutschen Fußballverbandes und DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch mit dem Nazi-Richter Roland Freisler verglichen hatte.An Rainer Koch entzündete sich auch im Vorfeld der aktuellen Wahl wieder Kritik. Die ehemaligen Präsidenten Fritz Keller, Reinhard Grindel und Theo Zwanziger hatten Koch in einem gemeinsamen Statement als "Spaltpilz und "Intrigant" bezeichnet und einen Neuanfang ohne den langjährigen Vizepräsidenten gefordert.