Gas geben bei der Digitalisierung
2,8 Millionen Euro Förderung: Auch die Milchkanne braucht schnelles Internet
Archivbilder: O|N/Finn Rasner, Patrizia Heun
10.03.2022 / FULDA / WIESBADEN - Ob Fohlenweide, das Haus am Roten Moor, Schloss Buchenau oder die Heckenmühle - sie alle und einige weitere Standorte sollen zeitnah an das schnelle Internet angeschlossen werden. Das Land Hessen fördert das Projekt für die Breitbandversorgung in schwer erschließbaren Einzellagen mit rund 2,8 Millionen Euro. Die Digitalministerin Professor Dr. Kristina Sinemus hat die beiden Förderbescheide am Donnerstagmorgen virtuell an Landrat Bernd Woide überreicht. Die beiden haben darin Übung.
Knapp 99 Prozent der Haushalt haben mindestens 50 Mbit/s
Knapp 99 Prozent der Haushalte im Landkreis Fulda können inzwischen mit mindestens 50 Mbit/s surfen. Mehr als 80 Prozent sogar mit mindestens 200 Mbit/s. 60 Prozent der Haushalte haben bereits die Möglichkeit, auf Anschlüsse mit bis zu 1 Gbit/s zuzugreifen.Viel Lob für Breitband-Beauftragten Christoph Erb
Die heimischen Landtagsabgeordneten Silvia Brünnel (Bündnis 90/Die Grünen) und Thomas Hering von Christdemokraten lobten die Investitionen in den Glasfaserausbau. Brünnel macht aber auch klar, dass es "noch viel Luft nach oben" gebe. Hering erklärte, dass die Digitalisierung in die Gebäude wichtig sei. Die Digitalisierung müsse aber auch in den Köpfen der Menschen ankommen. Sie bieten gerade auch im ländlichen Raum viele Möglichkeiten. Einer, bei dem die Digitalisierung längst "angekommen" ist, ist Christoph Erb. Der Breitband-Beauftragte des Landkreises Fulda erhielt auch von seinem Chef ein Extralob für sein Engagement in Sachen schnelles Internet.Maschinenring soll Zeit und Geld sparen
Und vielleicht ermöglicht der von der Digitalministerin ins Spiel gebrachte Maschinenring und damit der alternative Ausbau unterhalb der Grasnarbe einen zeitlich schnelleren Ausbau. Dies spare zudem Kosten. Denn der Tiefbau ist eine immense Herausforderung - gerade auch im ländlichen Raum. Landrat Woide erhofft sich zudem, dass beim Glasfaserausbau die in Deutschland typischen DIN-Vorschriften etwas lockerer gesehen werden. Schließlich könne ein Glasfaserkabel nicht einfrieren - auch nicht auf den abgelegenen Weilern in der Rhön. (Hans-Hubertus Braune) +++