Sieg mit Hindernissen

Sergej Braun bleibt bei Senshi-Gala weiter ungeschlagen

Sergej Braun gewann den Kampf nach Punkten
Fotos. Privat

01.03.2022 / VARNA/FULDA - Bulgarien und Sergej Braun, dass passt einfach. Am Wochenende stieg der Fuldaer Profi-Kampfsportler wieder mal bei der Senshi Fight Gala in Varna in den Ring und konnte dort den Kampf gegen den Serben Nikolai Todorovic nach Punkten für sich entschieden. Braun schickte seinen Gegner in der 3. Runde sogar einmal auf die Bretter, dieser kam aber wieder schnell auf die Beine.



"Der Kampf war eine Herausforderung für mich, da ich meine vorbereitete Strategie im Kampf nicht umsetzen konnte. Mein Gegner übernahm den passiven Part des Kampfes, was er normalerweise nicht tut, da sein Kampfstil aktiver ist. Damit habe ich nicht gerechnet, also musste ich den aktiveren Part übernehmen und mehr Kombinationen erzielen. Ab Runde zwei hat es sehr gut funktioniert, meine neu angepasste Strategie in die Tat umzusetzen", beschreibt Sergej Braun seine Sicht des Kampfes im Interview mit OSTHESSEN|NEWS. 

"Generell ist es schwierig, wenn der Gegner größer ist als man selbst, aber es findet sich immer ein "passender Schlüssel", also eine funktionierende Taktik, mit der man den Gegner besiegen kann. Jeder Kämpfer hat andere Stärken und Schwächen, aufgrund seiner Form und Größe. Größere Kämpfer haben mehr Reichweite, kleinere Kämpfer hingegen sind kompakter und explosiver. Es ist also wichtig, dass man seinen Gegner während des Kampfs analysiert und schaut, wie er sich bewegt, wie er reagiert und welche Schläge, Tritte und Kombinationen er verwendet", erklärt Braun weiter.

Zuschauer sorgen für Stimmung 

Unterstützung bekamen die Kämpfer diesmal auch wieder von den Rängen. Die Halle in Varna war fast komplett mir Zuschauern gefüllt. "Das war ein ganz anderes Feeling, weil Superstimmung herrschte und es sich angefühlt hat, wie vor Beginn der Pandemie", so der 32-Jährige weiter, der seinen nächsten Kampf schon fest im Blick hat.

Er will am 30. April im Supercup in Erzhausen antreten, wenn die Corona-Situation dies zulässt. Der Veranstalter ist Senaid Salkicevic, der auch gleichzeitig Sergej Brauns Trainer ist. Und auch darüber hinaus hat Braun noch einiges vor "Mein Ziel ist es, in den nächsten Jahren noch viele weitere Kämpfe zu bestreiten und zu gewinnen und den Nachwuchs im Kampfsport zu fördern. Ich möchte, dass ganz viele meiner Schüler und Schülerinnen erfolgreich im Kampfsport werden und es weiterbringen als ich selbst", wünscht sich der Profikampfsportler. (Lea Burkhardt) +++

Sergej Braun (r.) mit seinem Kontrahenten nach dem Kampf



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