Inhaber Karl Asbach zieht Bilanz

Red Apple: "Junge Menschen waren hungrig nach Feiern und Partys"

Das Red Apple in Ausbach ist seit Jahrzehnten eine Institution im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und weit darüber hinaus.
Fotos: Kevin Kunze

21.12.2021 / HOHENRODA - Nach 20 Monaten war es Anfang November soweit: Die berühmteste und populärste Diskothek im Landkreis Hersfeld-Rotenburg öffnete wieder ihre Pforten. Das Red Apple in Hohenroda-Ausbach ist seit über 50 Jahren ein fester Anlaufpunkt bei Jung und Alt - eine solch lange Pause aufgrund der Pandemie hat es in der langen Historie allerdings nicht gegeben. Zwar war am 4. Dezember schon die letzte Veranstaltung, durch die Partys an fünf Wochenenden wird die familiengeführte Diskothek wohl dennoch einen enormen Mehrwert schöpfen können.

"Wir haben alles richtig gemacht, die fünf Wochenenden haben sehr großen Spaß gemacht. Das Wichtigste war, dass unsere Gäste nach langen Monaten endlich wieder befreit feiern konnten. Die Umsetzung der 2G- und 2G-Plus-Regeln haben für keinerlei Probleme gesorgt. Den jungen Menschen hat man einfach angemerkt, dass sie Lust haben, wieder feiern gehen zu können - es waren alle sehr glücklich", erklärt Inhaber Karl Asbach im exklusiven Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Glücklicherweise sei es dabei zu keinen Corona-Fällen innerhalb der Diskothek gekommen, was zeige, dass das angewandte Hygiene- und Sicherheitskonzept gut gegriffen habe.

"Wir haben alles sehr gut hinbekommen"


Allerdings war bei der ersten Veranstaltung die Skepsis sehr hoch: "Natürlich war zunächst ein wenig Unsicherheit vorhanden, immerhin gab es noch nicht so viele Erfahrungswerte mit dem 2G-Modell - dank einer Aufstockung des Teams haben wir, das allerdings sehr gut bewältigen können und auch bei den letzten beiden Veranstaltungen, als das 2G-Plus-Modell galt, haben wir alles sehr gut hinbekommen", so der Red Apple-Inhaber weiter. Auch bei vielen Eltern sei die Unsicherheit im Vorfeld spürbar gewesen, doch mit den reibungslosen Abläufen bei den Veranstaltungen konnten diese Vorbehalte aus dem Weg geräumt werden.

Im Gegensatz zu den Veranstaltungen vor der Corona-Pandemie spürte Karl Asbach bei den Besuchern eine ganz andere Wertschätzung: "Vor Corona hat man sich vielleicht eher gesagt: 'Heute habe ich keine Lust und ich bleibe lieber zuhause.' Das war jetzt überhaupt nicht feststellbar - die Leute hatten richtig Bock, wieder mal Feiern zu gehen, das hat man den Menschen angemerkt. Dadurch war auch die Stimmung immer besonders gut - es war eine runde Erfolgsgeschichte."

Im Hinblick auf die nächsten Monate vermag Asbach keine Prognose abzugeben, falls es allerdings wieder losgehen kann, stehe man in den Startlöchern: "Wir werden vorbereitet sein und dann auch wieder öffnen, sobald es die Regeln zulassen. Grundsätzlich hat sich aufgrund unserer Partys der Bekanntheitsgrad deutlich gesteigert - neben den vielen Leuten aus der Region sind auch Personen aus Hilders oder Eschwege zum Feiern gekommen, davon werden wir hoffentlich noch nachhaltig profitieren."

Das Jubiläum zum 50. Geburtstag der Diskothek gehe man noch nicht so detailgetreu an: "Aufgrund der unklaren Lage macht es einfach keinen Sinn, die Planungen aufzunehmen, weil keiner weiß, wie die Situation sich in den nächsten Wochen entwickelt." (Kevin Kunze) +++

Red Apple-Inhaber Karl Asbach

Ein Bild von einer der letzten Partys in Ausbach.
Foto: Red Apple Ausbach / Instagram