FV Horas am BGS-Platz

Nur noch halb so viele Einnahmen

Der FV Horas kann derzeit nicht auf dem eigenen Platz spielen
Archivfoto: ON

15.09.2021 / FULDA - Die Frage, wie es mit dem Sportgelände des FV Horas in der Einhardstraße weitergeht, ist noch immer nicht abschließend geklärt. Nach den ersten fünf Heimspielen am BGS-Platz fällt das Fazit des Gruppenligisten jedenfalls nicht sehr positiv aus.



Rückblick: Im Winter des vergangenen Jahres wurde die Mauer des ohnehin schon stark in die Jahre gekommenen Geländes neben dem Spielfeld stark beschädigt, es bestand und besteht noch heute Einsturzgefahr. Deshalb hat die Stadt Teile des Platzes gesperrt, die Durchführung eines regulären Spiels ist derzeit nicht möglich.

Leser Dietmar Wagner ist deshalb auf die torgranate.de-Redaktion zugekommen und hat in einem Brief moniert, dass in Horas ein "zweiter Ort der Stille" entstanden sei. Damit bezieht er sich auf den "Park der Stille", eine Begegnungsstätte für alle Generationen am Fuße des Frauenbergs, dort wo früher der alte Friedhof war – laut Wagner ein gelungenes Projekt. Dass aber am Sportplatz Stille herrscht, kritisiert Wagner: "Die Verantwortlichen sollten schnellstmöglich tätig werden, um in Horas einen reibungslosen Spielbetrieb zu gewährleisten."

Das Sportgelände ist seit einiger Zeit in der Obhut der Stadt, und die Magistrats-Pressestelle äußert sich auf Anfrage über den aktuellen Stand: "Die für den Spielbetrieb erforderlichen Sanierungsarbeiten werden derzeit vorbereitet, aktuell finden Arbeiten zur temporären Sicherung der Standsicherheit der Mauer statt. Ein Zeitpunkt für den Abschluss der Arbeiten steht noch nicht fest." Klarheit könnte bereits am Montag geschaffen werden, wenn sich Bürgermeister Dag Wehner sowie Mitarbeiter des Stadtbaurates, des Grünflächenamts und des Sportdezernats zu einer Begehung treffen. 

"Neues Gelände wäre die beste Lösung"

 
Vorstandssprecher Winfried Mehler hofft jedenfalls auf eine schnellstmögliche Lösung – denn die ersten fünf Heimspiele des Gruppenliga-Teams am BGS-Platz haben ihre Spuren hinterlassen: "Die Einnahmen haben sich in etwa halbiert. Das liegt auch am Wetter, aber auf unserem Sportgelände kann man sich in diesem Fall auch mal unterstellen", sagt Mehler. Zumindest wurde mit der Bereitstellung eines Containers und der Anschaffung mehrerer Pavillons dafür gesorgt, dass der Verkauf unter Dach stattfinden kann.

Der Horaser Vorstandssprecher rechnet jedenfalls nicht damit, in diesem Jahr noch einmal auf seinem eigentlichen Platz spielen zu können. Möglich scheint sogar, dass ein komplett neues Gelände für den FVH gefunden werden muss – schließlich stand der Verein mit vier Senioren- und 16 Jugendteams schon in der Vergangenheit vor großen Herausforderungen: "Ein neues Gelände wäre mittelfristig, also vielleicht in den nächsten drei Jahren, die beste Lösung. Dort könnten wir vielleicht auf zwei Plätze zurückgreifen und nicht – wie bislang – auf einen", hofft Mehler. (tg)+++

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Dieser Artikel ist zuerst auf torgranate.de erschienen.

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