Romeo Schäfer tritt kürzer
Zweites Kind statt Borussia-Frauen
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25.08.2021 / MÖNCHENGLADBACH -
Anstrengende Monate liegen hinter Romeo Schäfer. Der 35-Jährige wurde im Mai zum Trainer von Frauen-Zweitligist Borussia Mönchengladbach befördert, hatte damit plötzlich zwei Full-Time Jobs. In der neuen Saison tritt der Osthesse aber kürzer.
"Ich widme mich jetzt erst einmal komplett meiner Familie", betont Romeo Schäfer, aufgewachsen in Müs und Michelsrombach. Frau Christa und Töchterchen Sophia (7) bekamen ihn im Mai und Juni kaum einmal zu Gesicht, seine Jobs als Sporttherapeut sowie Frauen-Coach von Borussia Mönchengladbach sorgten dafür, dass Schäfer seiner Tochter oft nur guten Morgen und gute Nacht sagen konnte.
Kein Wunder, denn allein die Arbeit für die Borussia betrug im Monat gut und gerne mal 90 Stunden. Viermal Training, zwei Corona-Tests, Spiele mit Übernachtungen, beispielsweise im sechs Busstunden entfernten Leipzig. Und dazu der verbitterte Kampf um den Klassenerhalt. Da die Zweite Bundesliga in dieser Saison wieder eingleisig ist, gab es vergangene Saison in der neun Mannschaften umfassenden Liga drei Absteiger, ein weiteres Team musste in die Relegation. Schäfer übernahm die Truppe, als die Fohlen punktgleich mit dem Tabellenletzten waren, rettete sie aber trotzdem in die Relegation. Doch die zweite Mannschaft von Champions-League-Teilnehmer Hoffenheim war zu stark, siegte in zwei Spielen verdient – und schickte Gladbach in die Regionalliga.
Zumal die Familie weiteren Zuwachs erhält. Romeo und Christa Schäfer erwarten ihr zweites Kind, weshalb der Fußball zunächst einmal hintangestellt wird. "Meine Familie hat mich immer total unterstützt. Die Zeit mit ihr nehme ich mir jetzt, die bekomme ich ja sonst nie zurück. Irgendwann, irgendwo werde ich wieder eine Mannschaft übernehmen, dafür bin ich viel zu fußballverrückt", kündigt der 35-Jährige an, der die Zeit mit den Borussia-Frauen nicht missen möchte. "Als Trainer habe ich wahnsinnig viel mitgenommen, ich bin froh über diese Erfahrung. Die Arbeit mit den Mädels war ganz toll, da sie den Fußball genauso lieben wie ich." (Steffen Kollmann)+++
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Dieser Artikel ist zuerst auf torgranate.de erschienen.