Verein wächst weiter zusammen
Trotz Nicht-Aufstieg: SGB geht gestärkt aus Corona-Pause hervor
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11.08.2021 / FULDA -
So ganz ist der Ärger wegen des geplatzten Regionalliga-Aufstiegs noch nicht verflogen, doch bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz will man nicht mehr zurückschauen. Der Blick der Verantwortlichen richtet sich nur nach vorne. Was sie dort sehen, dürfte ihnen durchaus gefallen, denn die Aussichten für den Hessenligisten sind auch in dieser Saison rosig, und das nicht nur auf, sondern auch abseits des Platzes.
Lange Zeit hatte man sich bei der SGB große Hoffnungen auf einen Aufstieg am grünen Tisch gemacht, am Ende durchkreuzte mit dem HFV jedoch der eigene Landesverband den Regionalliga-Traum. "Wir waren zwei, drei Wochen richtig enttäuscht, mittlerweile blicken wir aber nur nach vorne und wollen in der Hessenliga wieder neu angreifen", sagt SGB-Vorstand Peter Enders.
"Haben gute Chancen, ganz oben mitzuspielen"
Zumal der geplatzte Aufstieg durchaus auch positive Seiten hat. Denn gerade sportlich wäre der Aufstieg zur Mammutaufgabe geworden. "Die Mannschaften oben stehen ja voll im Saft, wir kommen aus einer achtmonatigen Pause, das wäre schon sehr hart gewesen", gibt Vorstand Martin Geisendörfer zu bedenken. Statt eventuellem Abstiegskampf in der Regionalliga gehört man nun in der Hessenliga wieder zu den absoluten Aufstiegsfavoriten. Das ließen auch schon die Auftritte in der Vorbereitung erahnen. Dort spielten die Jungs von Cheftrainer Sedat Gören gegen die Regionalligisten Chemie Leipzig und Hessen Kassel über weite Strecken auf Augenhöhe. "Wenn die Mannschaft ihr Potenzial abruft, haben wir gute Chancen, ganz oben mitzuspielen", sind sich Enders und Geisendörfer sicher. Beide sprechen selbstbewusst vom Aufstieg als Ziel.
Ein Verein ohne Verästelungen
Und diesbezüglich hatte die Corona-Pause auch etwas Gutes, denn so blieb die Zeit, auch die Jugendabteilung neu aufzustellen. Der ehemalige JFV Viktoria Fulda wurde in die SG Barockstadt eingegliedert. "Ohne die Spielpause wäre das so wohl nicht möglich gewesen, da hätte schlicht die Zeit gefehlt", so Peter Enders. Mittlerweile sind 26 Jugendtrainer bei der SGB tätig und betreuen 15 Mannschaften von der G- bis in die A-Junioren. "Das war immer unser Riesenziel, dass es ein Verein gibt ohne viele Verästelungen. Es stärkt enorm unsere Identität", so Enders weiter.