Auf dem Weg zur Landesgartenschau

Kulturelles Naturerlebnis und Domblick: Garten am Engelshaus nimmt Form an

Die Landesgartenschau gGmbH lud Senioren zur Baustellenbesichtigung ein.
Fotos: Carina Jirsch

21.07.2021 / FULDA - Spannender Blick hinter die Kulissen und das mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Barockstadt. Am Dienstagmittag lud die Landesgartenschau gGmbH interessierte Senioren zur Baustellenbesichtigung des "Parks überm Engelshaus" ein, der unter anderem zur Landesgartenschau als "Kulturgarten" zur viel besuchte Ausstellungsfläche werden soll. Bauleiter Hans-Otto Kolmar informierte über den aktuellen Stand des Projekts. 


"Der Park soll für alle zugänglich sein, daher haben wir bei Steigung und breite der Wege darauf geachtet, dass diese gut mit dem Rollstuhl, zu Fuß und mit dem Fahrrad nutzbar sind", so Bauleiter Kolmar. Man wolle jeden mitnehmen. Die neu gestaltete Fläche soll Sickels mit Neuenberg verbinden und den Menschen einen grünen Ausgleich liefern. Geplant war die Anlegung auch ohne Landesgartenschau, durch diese wird sie aber nun mit bis zu 30 Prozent bezuschusst. "Die Dynamik der Landesgartenschau ist in der ganzen Stadt spürbar. Das war schon 1994 so und es ist toll zu beobachten, das wieder so viel geschieht", freut sich Hans-Otto Kolmar. 

Eventlocation der anderen Art

Ein besonderes Highlight des "Parks überm Engelshaus" ist das rund 100 Quadratmeter große Weidengebilde, dass sich zentral in der Mitte des Parks befindet. Hier wurden schon an Ostern Weiden-Setzlinge eingepflanzt, die bereits in kürzester Zeit an beachtlicher Größe gewonnen haben. "Später sollen hier einmal kleine Veranstaltungen mit bis zu 120 Leuten stattfinden. Auch Wasser und Stromleitungen, Platz für eine Bühne und Catering haben wir hierzu extra eingeplant. Fulda ist so eine Veranstaltungs-freundliche Stadt, eine weitere Location wird sicherlich gut ankommen. Dieser besondere Ort soll auch nach der Landesgartenschau noch lange genutzt werden", so Kolmar. Ein Tiefseilgarten, Tischtennisplatten und Hängematten runden das Erlebnis auf der neuen Grünfläche ab. Zum besonderen Fest in 2023 entstehen dann zusätzlich angrenzend an die eigentliche Parkfläche noch Themengärten und Gastronomie. Was anschließend mit dieser Fläche passiert ist derzeit noch nicht klar. 

Nachhaltigkeit während der Bauphase

Doch nicht nur das fertige Endergebnis liegt den Verantwortlichen am Herzen, sondern auch ein sinniger Weg dorthin: "Regionalität wahren, auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit das ist definitiv unser Ziel während dieser Bauphase. So nutzen wir beispielsweise alte Feuerwehrschläuche, statt neue zu kaufen, geben benutzte Blumenkübel an die Stadtgärtnerei weiter und haben Erde aus einem Erdloch in Haimbach wiederverwendet", berichtet Kolmar. Man wolle besonders in Kleinigkeiten nachhaltig sein und nicht nur auf dem Papier. 

Kultur-, Wasser- (Aueweiher), Sonnengarten (Garten am Sprengelrasen) und viele mehr sollen 2023 hunderttausende von Besuchern in Fulda begeistern. Der Weg bis dahin ist noch lange, erste Meilensteine sind aber dennoch gut sichtbar. Und ist alles einmal fertig, strahlt die Domstadt in ganz neuem Glanz. (mi) +++

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