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Nach Monaten des Sportverbots

Kinder zurück auf dem Platz: Riesige Freude und großer Nachholbedarf

Endlich wieder Fußball! Die D-Junioren des JFV Aulatal beim Training
Fotos: Privat

17.03.2021 / KIRCHHEIM - Seit etwas mehr als einer Woche dürfen Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren wieder in ihren Vereinen Sport treiben. Nach langen Monaten der Pause ist die Vorfreude und Lust auf Training und Bewegung bei vielen Kindern enorm groß – doch die Folgen von mehreren Monaten Bewegungsmangel sind unübersehbar.



22 Kinder haben sich zum ersten Training der D-Junioren vom JFV Aulatal auf dem Sportplatz versammelt. Viele Kids sind sogar schon eine halbe Stunde vor Trainingsbeginn da, so groß ist die Lust, endlich wieder Fußball spielen zu dürfen. "Die Kinder freuen sich riesig, das sieht man auch daran, dass sich in dieser langen Zeit kein Kind vom Fußball abgemeldet hat", sagt D-Juniorentrainer Andre Honstein.

Gerade diese Tatsache dürfte kleinere Vereine wie der JFV Aulatal enorm freuen, schließlich war in den letzten Wochen und Monaten immer wieder von einem möglichen Nachwuchsproblem die Rede. Die Befürchtung war, dass viele Kinder den Weg von der PlayStation zurück auf den Rasen nicht mehr schaffen würden. Zumindest beim JFV Aulatal ist das bisher jedoch nicht der Fall.
 

Es mangelt an Kondition und Motorik  

 
Spurlos sind die langen Monate ohne Fußball an den Kindern dennoch nicht vorbeigegangen. "Man merkt es schon deutlich in den Abläufen, dass die Motorik und das Ballgefühl nicht mehr so da sind wie noch vor dem Lockdown", sagt Honstein. Ende Oktober durften die Mannschaften letztmals gemeinsam trainieren, seitdem saßen sie mehr oder weniger zuhause fest.  

Das ist auch konditionell deutlich zu spüren, viele Kinder sind weit von der Normalform entfernt. Nach einer halben Stunde sind die meisten schon ziemlich außer Puste. "Bis das alles wieder da ist, wird es auch seine Zeit dauern", ist sich Honstein sicher. Er hat dennoch gut zwei Stunden trainiert, dabei die Mannschaft in zwei Gruppen aufgeteilt und vor allem an den Basics gearbeitet. Auf dem Programm standen beim ersten Training einfache Ball- und Passübungen und ein bisschen Torschuss. "Um wieder reinzukommen", wie er sagt,

Zukünftig will Honstein mit seiner Mannschaft zweimal die Woche trainieren, zumindest, solange es möglich ist. Denn die Inzidenzwerte steigen, auch in Hessen und bei einer Inzidenz von über 100 droht ein erneuter Stopp. Für viele Kinder, nicht nur beim JFV Aulatal, würde dann wohl eine kleine Welt zusammenbrechen. (fh)+++

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