CDU wirbt für Hochwasserschutzkonzept

Nicht nur Symptome, sondern auch Ursachen bekämpfen


Foto: CDU Hofbieber

23.02.2021 / HOFBIEBER - Mit Sandsäcken, selbstgebauten Dämmen und Schmutzwasserpumpen kämpften am 29. Januar etwa 100 Feuerwehrleute Hand in Hand mit Bürgerinnen und Bürgern im Hofbieberer Gemeindegebiet gegen Hochwasser, das am 29. Januar durch Schneeschmelze und gleichzeitigen Regen ausgelöst worden war.

"Die Feuerwehr ist für solche Einsätze bestens ausgerüstet", sagt Gemeindebrandinspektor Heiko Kremer und lobt die Unterstützungsbereitschaft der Gemeinde. Dennoch sehen viele Gemeindevertreter – so wie Axel Plappert und Thomas Diegelmann (beides Feuerwehrmänner und Mitglieder im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde) - Bedarf an einem weiterreichenden Hochwasserschutzkonzept. Denn mit dem Klimawandel treten nach Einschätzung des Berufsfeuerwehrmanns Plappert auch unberechenbare Starkregenereignisse (wie beispielsweise das in Kleinsassen und Schackau am Vatertag im Mai 2018) häufiger auf.

Ein solches Konzept wurde 2019 in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Petersberg, Künzell und Dipperz in Auftrag gegeben und wartet nun auf seine Umsetzung. Insgesamt 640 000 Euro, davon 480 000 durch Fördergelder gedeckt, sind im Investitionshaushalt für die Planung und für Grundstückserwerbe zwischen 2019 und 2022 vorgesehen, eine weitere Million Euro, davon 70 Prozent als Förderung, sollen 2023 und -24 in die bauliche Realisierung fließen. "Die im Konzept vorgeschlagene Renaturierung der Bieber können wir als Gemeinde nicht im Alleingang durchführen, aber zahlreiche flankierende Maßnahmen (wie beispielsweise Rückhaltebecken in Niederbieber und Langenbieber) könnten zur Entschärfung von neuralgischen Hochwasserpunkten beitragen und sollten als erste Bausteine in der kommenden Legislaturperiode umgesetzt werden", unterstreicht Thomas Diegelmann als einer der CDU-Kandidaten für die Gemeindevertretung.(pm) +++