Plädoyer der Nebenklage

Anwalt der Familie Lübcke: "Ohne Markus H. hätte es den Mord nicht gegeben"

Familie Lübcke mit ihrem Anwalt
Fotos: Jan Huebner/Pool/O|N

12.01.2021 / FRANKFURT AM MAIN - Im Prozess um den ermordeten Regierungspräsidenten Walter Lübcke ist ein Ende in Sicht: am Dienstag hat das Plädoyer des Anwalts der Familie Lübcke begonnen. Dieser ist überzeugt, dass Markus H. Mittäter war. 

Rechtsanwalt Holger Matt sagt: "Ohne Markus H. hätte es den Mord an Walter Lübcke nicht gegeben." Er geht davon aus, dass Markus H. in der Tatnacht mit Stephan Ernst am Haus von Lübcke war. Die Bundesanwaltschaft unterstellt H. lediglich eine Beihilfe zum Mord. Matt beruft sich in seinem Plädoyer auf die Aussage von Stephan Ernst, der die Ereignisse in der Tatnacht schlüssig geschildert habe.

Auch einige, nach der Tat gelöschte Chats zwischen H. und Ernst sieht die Verteidigung der Familie Lübcke als ein "starkes Indiz" für eine Tatbeteiligung. Beim Haupttäter Stephan Ernst folgt Verteidiger Matt dem Plädoyer der Bundesanwaltschaft und fordert ebenfalls eine lebenslange Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung. Wenn das Gericht der Nebenklage folgt, hieße es auch für Markus H. lebenslang!(mp) +++