Sanierung ist das Ziel

Lockdown treibt Modekette in die Pleite: Adler meldet Insolvenz an

Die Modekette Adler, die unter anderem Märkte in den Fuldaer Kaiserwiesen sowie in der Bad Hersfelder Breitenstraße (unser Foto) betreibt, ist insolvent.
Fotos (3): Gerhard Manns

12.01.2021 / ASCHAFFENBURG / BAD HERSFELD / FULDA - Tausende Mitarbeiter müssen um ihre Jobs bangen: Die fränkische Modekette Adler, die unter anderem Märkte in den Fuldaer Kaiserwiesen sowie in der Bad Hersfelder Breitenstraße betreibt, hat wegen Überschuldung beim Amtsgericht Aschaffenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt.

Als Ursache nennt das Unternehmen den Corona-Lockdown und die damit verbundene "erzwungene Schließung fast aller 171 Geschäfte" seit Mitte Dezember.

Ziel sei es, das Unternehmen über einen Insolvenzplan zu sanieren, teilte die Gesellschaft am Sonntagabend mit. Dabei solle der Geschäftsbetrieb unter Aufsicht eines Sachverwalters in vollem Umfang fortgeführt werden. Trotz "intensiver Bemühungen" sei es nicht gelungen, "die entstandene Liquiditätslücke über eine Kapitalzufuhr durch staatliche Unterstützungsfonds beziehungsweise durch Investoren zu schließen", heißt es.

Die Adler Modemärkte AG mit Sitz in Haibach bei Aschaffenburg betreibt nach eigenen Angaben derzeit 171 Märkte – davon 142 in Deutschland. Zum 30. September 2020 beschäftigte das Unternehmen 3.350 Mitarbeiter. (sh) +++