Der O|N-Impf-Guide klärt auf!

Die Corona-Impfung: Fragen und Antworten im Überblick

Fragen und Antworten zur Corona-Impfung
Grafik O|N

30.07.2021 / REGION - 16.07.21 - Der Kampf gegen die Corona-Pandemie geht weiter. Seit dem 27. Dezember wird nun in ganz Deutschland fleißig geimpft, um möglichst bald wieder zur Normalität zurückzukommen. Die Impfzentren laufen auf Hochtouren und auch die Haus- und Betriebsärzte helfen mit. Doch wer wird als nächstes geimpft? Und wie kommen Impfwillige an einen Termin? OSTHESSEN|NEWS klärt alle Fragen rund um die Corona-Impfung.

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Wie gut schützt die Impfung?
Die erste Impfung hat laut vielen Studien sehr gut vor einer Erkrankung geschützt. Leider zeigt sich bei der aktuell auch ein Deutschland dominanten Delta-Variante, dass eine einzige Impfung leider nicht ausreichend schützt. Eine vollständige Impfserie schützt sehr gut. Daher sind alle Impflinge angehalten beide Termine wahrzunehmen.
Studien aus Großbritannien zum Impfstoff von AstraZeneca BioNTech/Pfizer zeigen, dass bei beiden Varianten ein sehr guter Schutz vor schweren Verläufen besteht. Dies gilt jedoch nur für vollständig geimpfte Menschen. Der Schutz war bei Biontech bei 96% und bei 92% für AstraZeneca. Auch der Schutz gegen leichte symptomatische Erkrankungen war mit 88% und  60% gegen die Delta-Variante hoch. Bei nur einer Impfung betrug der Schutz nur 33%.

Was muss ich zur Impfung mitbringen?
Man sollte den Impfausweis, die elektronische Gesundheitskarte und den Personalausweis mitbringen. Ratsam ist es auch, den Medikamentenplan mitzunehmen.
Zweitimpfung nach AstraZeneca mit Biontech oder Moderna
Am 01. Juli gab die STIKO mit ihrer achten Aktualisierung der Covid-19 Impfempfehlung bekannt, dass Menschenunabhängig vom Alter nach einer ersten Dosis des Impfstoffes von AstraZeneca eine Zweitimpfung mit mRNA Impfstoff erhalten sollen. Es soll ein sogenanntes heterologes Impfschema also nach der ersten Dosis mit Vaxzevria gefolgt von einem mRNA-Impfstoff in einem Abstand von mindestens 4 Wochen angewandt werden. Zwar schützen 2 Impfungen mit dem AstraZeneca präparat auch bei der Delta-Variante vor einem schweren Verlauf, jedoch schützt das heterologe Schema besser vor leichten Verläufen und ist somit im Kampf gegen Delta besser geeignet.

Impfung von Genesenen, Update:

Die Impfung von Genesenen ist laut STIKO unter bestimmten Voraussetzungen auch schon nach 4 Wochen möglich, wenn zum Beispiel ein erhöhtes Risiko besteht sich mit einer Virusvariante erneut zu infizieren.

Ich habe als Mitglied der Prio-Gruppe 3 ("arterielle Hypertonie") einen Impftermin erhalten. Dieser liegt neun Tage nach meiner gestrigen und zweiten FSME Impfung. Gemäß Anamnesebogen wird bei einer Impfung ein Zeitraum von 14 Tagen seit der letzten Impfung abgefragt. Die Impftermine und deren Ausweichtermine sind schwierig zu bekommen und ich freue mich um so mehr, einen Impftermin erhalten zu haben. Kann ich dennoch eine Corona-Impfung zum geplanten Termin erhalten? Zweite Frage hierzu: Meine Frau hat einen Tag später ebenfalls einen Impftermin. Können wir diesen Termin familienintern tauschen?

Dann wären es zehn Tage seit letzter Impfung. Ein Tausch des Termins ist leider nicht möglich. Die Hersteller empfehlen einen Abstand von 14 Tagen zu anderen Impfungen. Man kann die Impfung nach individueller Kosten/Nutzen Abwägung und Aufklärung durchführen. Es gilt: Termin im Impfzentrum wahrnehmen und sich vom Impfarzt vor der Impfung genau aufklären lassen. Zurücktreten könnte man ja noch immer. Das geringe "Restrisiko" muss man dann als Patient im Zweifel selbst tragen.

Verursacht der Impfstoff von AstraZeneca vermehrt Thrombosen?

Laut Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden bis einschließlich Dienstag, den 20.04.2021, 4.777.923 Erstdosen plus 10.211 Zweitdosen von Vaxzevria (ehemals: COVID-19-Impfstoff AstraZeneca) verimpft (jeweils Addition aus Impfzentren und Hausarztpraxen).
Bis zum 21.04.2021 (Mittwoch, 22:00 Uhr) wurden dem Paul-Ehrlich-Institut 63 Fälle einer Hirn-/Sinusvenenthrombose (SVT) nach Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff Vaxzevria (AstraZeneca) gemeldet. In 34 der SVT-Fälle wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie gemeldet.
In zwölf dieser Fälle war der Ausgang tödlich, bei sechs Frauen und sechs Männern. 49 Meldungen betrafen Frauen im Alter von 20 bis 79 Jahren. In 43 Fällen das Alter zwischen 22 und 59 Jahren. Sechs Frauen waren 60 Jahre und älter. 14 Meldungen betrafen Männer im Alter von 20 bis 70 Jahren. In zwölf Fällen waren die Männer 20 bis 59 Jahre alt, in zwei Fällen 60 Jahre und älter.
Nach Impfung mit Comirnaty wurden 12 Fälle einer Sinusvenenthrombose gemeldet. In keinem Fall bestand gleichzeitig eine Thrombozytopenie.
Betroffen waren 7 Frauen im Alter von 47 bis 89 Jahren und 5 Männer im Alter von 33 bis 86 Jahren. Eine 89-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 50 und 84 Jahren sind verstorben. Statistisch wären in dieser Gruppe ca. 1,4 Sinusvenethrombosen zu erwarten gewesen. Thrombosen an typischen Lokalisationen (Bein- und Beckenvenen) scheinen nicht häufiger aufzutreten als in der Normalbevölkerung.
Die Mehrzahl der Thrombosen trat zwischen dem 4 und 16. Tag nach der Impfung auf. Geimpfte sollten sich sofort an einen Arzt wenden, falls nach mehr als 4 Tagen nach der Impfung und nach Abklingen der normalen Impfreaktion Schwellung an Armen oder Beinen, Kurzatmigkeit oder starke Unterleibsschmerzen auftreten. Ferner sollte bei starken, anhaltenden Kopfschmerzen und bei punktförmigen Hautblutungen (Petechien) ein Arzt aufgesucht werden.
Weitere Informationen finden Sie HIER

Ist Sputnik sicher?

Mit dem Impfstoff Sputnik V hat Russland das erste Vakzin gegen das neuartige Coronavirus gefunden. Man hat es schon vor einer Phase-III Studie, die eigentlich üblich ist, einer breiten Masse zur Verfügung gestellt. Dies und andere Ungereimtheiten bei der Zulassung haben in der Fachwelt eine gewisse Skepsis ausgelöst. Bei Sputnik handelt es sich ebenso wie beim Impfstoff von AstraZeneca und Johnson&Johnson um einen Vektorimpfstoff. Die höhere Wirksamkeit erklärt man sich aufgrund der Nutzung zweier verschiedener Vektoren bei den beiden Dosen. Sputnik V wird bereits in 55 Ländern eingesetzt. Aktuell prüft die EMA eine Zulassung in Europa

Kann der Impfstoff mein Erbgut verändern?

Nein, eine mRNA wie sie verimpft wird, kann vom Körper nicht in das Erbgut eingebaut werden. Das menschliche Erbgut besteht aus DNA. Diejenigen Muskelzellen, die die mRNA aufnehmen werden vom Körper erkannt und binnen weniger Tage abgebaut. Somit ist die mRNA nach wenigen Tagen nichtmehr im Körper. Außerdem ist das verimpfte mRNA-Stück lokal im M. deltoideus und breitet sich nicht systemisch aus. Vektorimpfstoffe enthalten DNA. Den Impfvektoren fehlen jedoch die Gene, die den normalen menschlichen Zellzyklus beeinflussen. Somit kann sich das harmlose verimpfte Adenovirus, dass als Vektor dient, in der Zelle nicht vermehren.

Kann ich bei einer Impfreaktion Medikamente einnehmen?

Ja, Ibuprofen und Paracetamol haben sich bewährt um die Impfreaktion abzuschwächen. ACHTUNG: Vorerkrankungen beachten. NSAR wie zum Beispiel Ibuprofen sind bei alten und vorerkrankten (z.Bsp. KHK oder Niereninsuffizienz) zu vermeiden! Im Zweifel immer noch den Hausarzt zurate ziehen. 

Schwächen diese Medikamente (Paracetamol/NSAR) die Wirkung der Impfung ab?

Nein. Die Medikamente hemmen die unspezifischen Immunantworten wie Fieber und Schüttelfrost. Die eigentlich immunisierende Impfreaktion findet auf zellulärer Ebene statt und wird von den Bedarsmedikamenten nicht beeinflusst.

Kann ein Antigenschnelltest nach der Impfung falsch positiv werden?

Der Impfstoff ist lediglich lokal im Oberarmmuskel. Ein Antigenschelltest sollte nach der Impfung nicht positiv werden. Sollte ein Antigenschnelltest ein positives Ergebnis anzeigen, sollte man sich umgehend in Quarantäne begeben und einen PCR Test machen lassen. Ein PCR Test kann bei einer Impfung in keinem Fall positiv werden.

Kann ich durch die Impfung jemanden anstecken?

Nein. Vektorimpfstoffe enthalten DNA. Den Impfvektoren fehlen jedoch die Gene, die den normalen menschlichen Zellzyklus beeinflussen. Somit kann sich das harmlose verimpfte Adenovirus, dass als Vektor dient, in der Zelle nicht vermehren. Außerdem befindet sich der Impfstoff nur lokal im Oberarmmuskel. Die betroffenen Muskelzellen werden nach einigen Tagen vom Immunsystem abgebaut.

In meinem Bekanntenkreis hatte jemand Corona. Soll er geimpft werden?

Menschen, die eine SARS-CoV-2-Infektion bereits durchgemacht haben, sollen frühestens 6 Monate nach der Diagnose eine einzige Impfung erhalten. Ein gewisser Personenkreis kann auch schon 4 Wochen nach der Infektion geimpft werden (siehe oben) Der einzige Nachweis für eine Infektion ist eine positive PCR.

Muss nach der Impfung ein Test erfolgen, ob die Impfung erfolgreich war?

Die STIKO empfiehlt bei den COVID-19-Impfungen keine Prüfung des Impferfolgs, weder nach der 1. Impfstoffdosis noch nach der 2. Impfstoffdosis.

Muss die Impfung irgendwann aufgefrischt werden?

Aktuell gibt es dazu noch keine Daten und auch keine Empfehlung seitens der STIKO. Aktuell scheint eine Boosterimpfung sinnvoll zu sein. Gegebenenfalls muss diese auch an Mutationsvarianten angepasst werden.

Frauen mit Kinderwunsch:

Eine Schwangerschaftsverhütung nach der Impfung ist nicht nötig. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich im Zweifel von ihrer Frauenärztin beraten lassen. Weitere Informationen finde Sie HIER und HIER.

Gibt es auch einen Fahrdienst zum Impftermin?

Der Hausarzt kann einen Taxischein ausstellen, da man mit bestimmten Vorerkrankungen kein Auto fahren kann.

Ist die Wirkung gemindert, wenn der Abstand zwischen erster und zweiter Impfung mehr als drei Wochen beträgt?

Der Hersteller gibt einen Zeitraum von drei bis sechs Wochen (in der Zulassung max. 42 Tage) für die zweite Impfung vor. Es gibt keinerlei Hinweise auf eine Abschwächung der Wirkung durch eine verzögerte zweite Dosis. Dies gilt für den Impfstoff von Biontech/Pfizer. Im Gegensatz zu Großbritannien will man in Deutschland aus Angst vor Resistenzbildung den Zeitraum nicht über die 42 Tage hinaus strecken. Beim Impfstoff von AstraZeneca erhöht ein größerer Impfabstand sogar die Wirkung gegen leicht Verläufe.

Wann kann ich mich nach einer überstandenen Covid-Erkrankung impfen lassen? Geht dies überhaupt? Wird vor der Impfung einer Titeruntersuchung gemacht, um auf Antikörper zu prüfen, falls man zum Beispiel unbewusst eine Erkrankung durchgemacht hat?

Eine Immunität durch eine durchgemachte Impfung hält mindestens sechs Monate. Ein Mensch gilt nur dann als infiziert, wenn eine positive PCR vorliegt. Infizierte können sich frühestens 6 Monate nach Ansteckung einmalig impfen lassen. Nach der Infektion gelten sie für 6 Monate als genesen. Dann muss eine Impfung erfolgen um weiter als genesen zu gelten.

Ab welchem Alter kann man sein Kind aktuell impfen lassen?

Der Impfstoff der Firma Biontech/Pfizer ist seit Ende Mai nun auch für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren zugelassen. Man sollte die Impfung mit dem behandelnden Kinderarzt besprechen.

Muss die Impfung, wie bei der Grippeimpfung jährlich erneuert werden?

Über welchen Zeitraum der Impfschutz besteht kann man aktuell noch nicht sagen. Daher ist eine Prognose ob man denn eine jährliche Impfung wie bei der Grippe bräuchte aktuell schwierig. Es scheint jedoch wahrscheinlich, dass man eine zumindest einmalig Auffrischung benötigen wird.

Gibt es eine Volldeklaration der Inhaltsstoffe der Impfdosen?

Diese kann in der Zulassung der EMA unter Punkt 6.1 nachgelesen werden. 

Können Organtransplantierte geimpft werden, aufgrund von Medikamenten wird das Immunsystem unterdrückt?

Der Impfstoff wurde wohl noch nicht an solchen Patienten getestet. Bei Menschen mit einer medikamentösen Einschränkung des Immunsystems zum Beispiel nach einer Organtransplantation sollte eine sorgfältige Nutzen Risikoabwägung gemeinsam mit den betreuenden Ärzt:innen erfolgen.

Bekommt man bei der Impfung gesagt, welcher Impfstoff verabreicht wird?

Ja, dies wird bei der Impfung klar kommuniziert.

Kann man geimpft werden, wenn man blutverdünnende Medikamente nimmt, zum Beispiel aufgrund einer künstlichen Herzklappe?

Wenn man blutverdünnende Medikamente einnimmt kann man geimpft werden. Man impft intramuskulär also in den Muskel. Um eine mögliche auftretende Blutung zu verhindern, sollte man nach der Impfung für zwei Minuten mit einem Tupfer auf die Einstichstelle drücken.

Wie wird beispielsweise mit über 80-jährigen Senioren mit einem Pflegegrad (z.B. Demenz und eingeschränkte Mobilität) verfahren, die zuhause betreut werden und für die der Weg in ein Impfzentrum zu beschwerlich ist?

Das sagt das HMdIS: "Sollten diese älteren Menschen nicht mobil sein und auch keine Unterstützung durch Angehörige und Freunde haben, um ins Impfzentrum zu gelangen, besteht nach der flächendeckenden Öffnung der Impfzentren auch die Möglichkeit der aufsuchenden Impfung durch die mobilen Impfteams. Das wird allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen und von geeigneten transportfähigen Impfstoffen abhängen."

Wie werden Personen, die nicht in der Lage sind, selbständig einen Impftermin zu vereinbaren, informiert, dass ihnen eine Impfung zusteht? Werden sie separat angeschrieben?

Das sagt das HMdIS: "Grundsätzlich sollen alle Bürgerinnen und Bürger über eine breite Öffentlichkeitsarbeit unter Nutzung vielfältigster Kanäle erreicht werden. Das Land Hessen wird alle über 80-Jährigen schriftlich über die Anmeldungen für die persönliche Schutzimpfung informieren und ein Erfassungsverfahren für häusliche Impftermine starten."

Was müssen Angehörige oder Betreuer an Nachweisen erbringen, wenn sie die betroffene Person telefonisch oder per E-Mail zu einem Impftermin anmelden möchten?

Das sagt das HMdIS: "Im Rahmen der Terminvereinbarung wird es eine einfache Berechtigungsprüfung geben, in welcher für die angemeldeten Personen entsprechende Angaben gemacht werden, warum diese zur priorisierten Gruppe gehören. Bei den Menschen im Alter über 80 Jahren reicht bereits die Angabe des Geburtsdatums. Zum Zeitpunkt des Impftermins im Impfzentrum wird dann noch einmal die Berechtigung überprüft. Hierzu reicht in diesem Fall der Personalausweis."

Dürfen Angehörige oder Betreuer die zu impfende Person ins Impfzentrun begleiten?

Das sagt das HMdIS: "Ja, Angehörige oder Betreuer dürfen die Impfberechtigten begleiten."

Sind Ausnahmen bei der Zuordnung der regionalen Impfzentren vorgesehen? Beispiel: Der Betroffene lebt im nördlichen Teil des Main-Kinzig-Kreises, sodass die Anreise ins Impfzentrum Fulda erheblich kürzer ist als in das zuständige Impfzentrum in Frankfurt am Main.

Das sagt das HMdIS: "Aufgrund der anspruchsvollen Logistik im Zusammenhang mit dem verfügbaren Impfstoff und des zuvor geprüften Bedarfs an Impfstoff aufgrund der Bevölkerungszahlen im jeweiligen Kreisgebiet ist es nicht möglich, ein anderes regionales Impfzentrum aufzusuchen als das jeweils originär zuständige. Maßgeblich sind die Meldeadresse bzw. der Wohnort des zu Impfenden. Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, werden die Impfungen auf die 28 hessischen Impfzentren in den Landkreisen ausgeweitet und Bürgerinnen und Bürger, die von einem solchen Umstand betroffen sind, können sich wohnortnäher impfen lassen."

Wie komme ich an einen Termin für die Impfung?

Termine zum Impfen können immer dann vereinbart werden, sobald genug Impfstoff bereitsteht Es gibt ein auf Bundesebene einheitliches Terminmanagement. Die Impfberechtigten werden informiert und können sich telefonisch oder per Online-Anmeldung einen Termin sichern.

Was kostet mich die Impfung gegen das Corona-Virus?

Die Kosten für den Impfstoff trägt der Bund. Die Bundesländer und die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für den Betrieb der Impfzentren und die mobilen Impf-Teams. Für die Bürger:innen fallen daher – unabhängig vom Versicherungsstatus – keine Kosten an.

Muss ich mich impfen lassen?

Nein. Die Impfung gegen das Corona-Virus ist freiwillig und bleibt jedem selbst überlassen.

Können sich auch Jugendliche mit Diabetes Typ 1 impfen lassen?

Menschen mit Diabetes Typ-1 können sich grundsätzlich impfen lassen. Eingeordnet werden sie in Gruppe 3 "erhöhte Priorität". Jedoch werden nach aktuellem Stand in Deutschland nur Erwachsene geimpft.

Ich bin 42 Jahre alt und habe 2003 eine Wespengiftallergie diagnostiziert bekommen. Nach dem Stich hatte ich einen anaphylaktischen Schock. Ich wurde 7 Jahre lang hyposensibilisiert und trage in den Sommermonaten ein Notfall Set mit mir. Des Weiteren habe ich eine rheumatische Arthritis. Zwar bin ich noch lange nicht "dran" aber dürfte ich aktuell mit diesem Impfstoff geimpft werden?

Personen, die eine Anaphylaxie auf einen anderen Impfstoff oder eine injizierbare Therapie berichten, sollte eine Risikobewertung mit dem Hausarzt und dem Impfarzt durchgeführt werden. Diese Personen können trotzdem geimpft werden. Sie sollten jedoch über die unbekannten Risiken einer schweren allergischen Reaktion aufgeklärt werden. Impfstellen sollten Patienten mit einer Vorgeschichte von Anaphylaxie für 30 Minuten nach der Impfung beobachten. Alle anderen Personen sollten für 15 Minuten nach der Impfung beobachtet werden, um das Auftreten von unmittelbaren unerwünschten Reaktionen zu überwachen.

Ich bin 29 Jahre alt, habe seit Geburt an eine chronische Erkrankung und habe eine rheumatische Erkrankung. Jetzt wollte ich wissen, wann ich an der Reihe wäre mit dem impfen gegen Corona. Zu welcher Gruppe würde ich gehören?

Bei rheumatischen Erkrankungen gibt es ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf, wenn man Medikamente einnimmt, die das Immunsystem schwächen. Jedoch ist das hohe Alter der Patientinnen der am stärksten gewichtete Faktor. Daher sind die hochbetagten zuerst an der Reihe. Eingeordnet werden sie in Gruppe 3 "erhöhte Priorität"

Wir haben bereits zahlreiche Zuschriften bekommen und bemühen uns, die gestellten Fragen zeitnah in diesem Beitrag zu ergänzen. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Fragen nicht separat, sondern so bald wie möglich in diesem Artikel beantworten. Sie haben weitere Fragen rund um die Corona-Impfung? Dann schreiben Sie uns an redaktion@osthessen-news.de. (js/sh) +++