Stadt will 650.000 Euro investieren

FWG unterzieht Konzept zum Wohnmobilstellplatz einer externen Prüfung

Die FWG-Fraktion will das Konzept zum Wohnmobil-Stellplatz einem externen Konzept unterziehen.
Foto: FWG Bad Hersfeld

01.12.2020 / BAD HERSFELD - Die Stadt Bad Hersfeld möchte in den nächsten drei Jahren über 650.000 Euro in einen Wohnmobilstellplatz investieren, um einen bereits jahrelang bestehenden Bedarf nun endlich zu decken und Bad Hersfeld touristisch aufzuwerten. Das setzt eine perfekte und abgestimmte Planung von Beginn an voraus. Damit dies gewährleistet werden kann und im Ergebnis zufriedene Nutzer*innen bringt, hat sich die FWG zu diesem Schritt entschieden.



Die Planungsmängel, in unterschiedlichsten Projekten der Vergangenheit, dürfen sich nicht wiederholen. "Wir müssen die potenziellen Nutzer, speziell ihre Erfahrungen, frühzeitig in die Planungen einbeziehen und nicht an deren Bedürfnissen vorbeiplanen", so die Meinung der Fraktion.

"Daher haben wir einem Fachmann und ausgesprochenen Kenner der Branche, der europaweit Erfahrung hat und darüber hinaus auch für verschiedene Fachzeitschriften Kritiken schreibt, dass Konzept zur Realisierung eines Wohnmobilstellplatzes im Bereich des Stadions Oberau, welches uns im Ausschuss präsentiert wurde, vorgelegt", so Fraktionsvorsitzender Jürgen Richter.  Diese Prüfung hat eine Vielzahl von Problemen offengelegt, die einer Nachbesserung im Konzept bedürfen. Bauliche Fragestellungen, wie zu enge Fahrwege, Begegnungsverkehr, Baumbewuchs und schwer auszufahrende Stellplätze sind nur einige Punkte, die sehr kritisch bewertet werden und im Betrieb erhebliche Probleme mit sich bringen.

Kann ein Spannungsfeld erzeugen


Aber abseits der Planungsmängel gilt es auch eine Grundsatzentscheidung über die Nutzergruppen der zukünftigen Anlage zu treffen. Der Wunsch Zeltcamper, Wohnwagengespanne und Wohnmobil-Urlauber auf dem doch eher räumlich beengten Areal zu vereinen, wird unweigerlich ein Spannungsfeld erzeugen, welches dann nur schwer zu beherrschen ist. Die Freizeit- und Erholungsgewohnheiten dieser Nutzergruppen weichen einfach zu sehr voneinander ab.

"Damit diese Erkenntnisse nochmals inhaltlich beleuchtet, beraten und mit einbezogen werden können, haben wir einen Antrag zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt eingebracht", ergänzt das Fraktionsmitglied im Ausschuss Karl–Heinz Jordan. 

"Abschließend gilt zu erwähnen, dass wir bereits im persönlichen Gespräch die Gelegenheit hatten, alle offenen Punkte dem Stadtmarketing vorzustellen, damit diese verwaltungsseitig geprüft und bewertet werden können", so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Barth. (pm)+++

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