3:1-Erfolg im Hessen-Derby

Zwei siegreiche Duelle: Filus wahrt Maberzells weiße Heimweste

Ruwen Filus avancierte mit zwei gewonnenen Duellen zum Matchwinner.
Fotos: Jonas Wenzel (Yowe)

29.11.2020 / FULDA - Der Tischtennis-Bundesligist TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell baut die Wilmingtonhalle langsam aber sicher in eine Festung aus. Im Hessen-Derby gegen den TTC OE Bad Homburg gewannen die Maberzeller mit 3:1 und feierten vor Geisterpublikum den nächsten erfolgreichen Heimauftritt. Quadri Aruna gewann ein Duell, Ruwen Filus gleich zwei.

Lediglich Verantwortliche, Offizielle und Pressevetreter waren zum ersten Heimspiel des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell im Lockdown zugelassen. Wo ansonsten 200 bis 400 Zuschauer die Wilmingtonhalle füllen, waren es am Samstag nur gut 30 Personen, die dem Heimsieg der Maberzeller beiwohnten. Als Matchwinner sahen sie dabei Ruwen Filus, der zwei Duelle gewann und so seinen Namen unter den Erfolg setzte.

Für Ruwen Filus begann das Eröffnungsduell gegen Lev Katsman wie gewünscht, Filus führte mit 2:0 und hinterließ eher nicht den Eindruck, dass noch etwas anbrennen könnte, zumal der Maberzeller den psychologischen Vorteil hatte. Im zweiten Satz lief Filus lange einem Drei-Punkte-Rückstand hinterher, ehe er sich wieder fing, zum 7:7 ausglich und den Satz für sich entscheiden konnte.

Filus fängt sich rechtzeitig

Doch die folgenden beiden Sätzen fingen ähnlich schlecht an wie der zweite, nur das Filus den Rückstand nicht mehr in Satzerfolge drehen konnte und Katsman so die Chance hatte, das Duell im fünften Satz für sich zu entscheiden. Hier spielte Filus aber seine Erfahrung aus, holte sich den Entscheidungssatz mit 11:6 und brachte Maberzell in Front. Erwähnenswert auch die Moral Ruwen Filus', der sich während der Rückstände selber anfeuerte.

Fan Bo Meng konnte die Führung im Duell der 20-Jährigen gegen Rares Sipos allerdings nicht ausbauen. Trotz dreier knapper Sätze unterlag Meng nach Punkten deutlich mit 0:3, obwohl der Maberzeller gerade in den ersten beiden Sätzen durchaus die Punkte für sich hätte einfahren können. Der Rumäne in Diensten der Bad Homburger behielt jedoch die Oberhand.

Aruna gegen Grebnev: 14 Jahre entscheidend

Das ungleichste Duell des Tages lieferten sich Quadri Aruna und Maksim Grebnev, der Altersunterschied betrug 14 Jahre. Mit dem Russen hatte Aruna aber vor allem im ersten und letzten Satz so seine Probleme, weshalb Grebnev teils auch nicht unbedeutend mit drei Punkten Vorsprung führte. Vor allem in den schnellen Ballwechseln ließ Aruna jedoch seine Qualität aufblitzen, weshalb der Nigerianer auch die knappen Sätze schließlich für sich entscheiden konnte und den TTC wieder in Führung und brachte. So ganz zufrieden schien der Maberzeller mit seiner Leistung aber nicht zu sein. 

Nachdem Aruna Filus einen Matchball serviert hatte, wusste dieser die Vorlage auch zu verwerten. Allerdings benötigte es dafür wie schon im Auftaktduell die Satzverlängerung. Im entscheidenden Satz bewies sich der Maberzeller als der mit den stärkeren Nerven. Filus legte mit einem 6:0 furios los, entschied den Satz mit letztlich 11:5 und das Duell mit 3:2.

"Wir wussten, dass es ein sehr, sehr wichtiges Spiel für uns war. Für mich waren es zwei Kampfspiele. Mental musste ich da alles reinwerfen und Kampfgeist zeigen. Ich denke, das ist mir geglückt und das war dann auch der Erfolg", sagte Maberzells Matchwinner Filus nach dem Spiel. Am kommenden Freitag steht für den TTC das nächste Spiel an, Gegner ist der TTC Zugbrücke Grenzau. (tw)

DIE DUELLE IN DER ÜBERSICHT:

Ruwen Filus - Lev Katsman 3:2 (11:6, 11:9, 9:11, 9:11, 11:6).

Fan Bo Meng - Rares Sipos 0:3 (9:11, 10:12, 7:11).

Quadri Aruna - Maksim Grebnev 3:0 (11:8, 11:5, 11:9).

Ruwen Filus - Rares Sipos 3:2 (12:14, 11:7, 11:6, 7:11, 11:5). +++