Zusammenhang mit A49-Bau?

Feuer bei Forstbetrieb in Bieben: "Das ist ein terroristischer Anschlag!"

In der Nacht brannte es bei einem Forstbetrieb in Grebenau-Bieben. Ob es einen Zusammenhang zum Ausbau der A49 gibt, wird derzeit geprüft.
Fotos: Hans Hubertus Braune

27.11.2020 / GREBENAU - Mitten in der Nacht werden Klaus Frey und seine Familie von der Feuerwehr aus dem Bett geklingelt. "Unser Bürogebäude stand bereits lichterloh in Flammen", erzählt der Geschäftsführer eines Forstbetriebes in Grebenau-Bieben (Vogelsbergkreis) im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Ein gezielter Brandanschlag, wie wir ihn erst vor wenigen Tagen bei der Strabag in Bad Hersfeld miterleben mussten? Frey vermutet: "Das ist ein erneuter terroristischer Anschlag der A49-Gegner!"


Am frühen Freitagmorgen, gegen 1:35 Uhr, geriet das erst vier Jahre alte Bürogebäude auf dem Gelände des Holz- und Forstbetriebs im Grebenauer Stadtteil Bieben in Brand. Die Feuerwehr hatte die Flammen glücklicherweise schnell unter Kontrolle und konnte ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Anwesen verhindern. Verletzt wurde niemand - zum Glück.

Angriff auf Leib und Leben

Die genaue Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Polizei schließt jedoch Brandstiftung nicht aus und hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen. "In dem Gebäude hätte auch jemand schlafen können. In meinen Augen ist das ein Angriff auf Leib und Leben", so Frey, der einen Zusammenhang mit dem A49-Ausbau bei Dannenrod sieht. "Wir sind mit unseren Forstmaschinen dort täglich im Einsatz." Seiner Meinung nach überschreiten diese Aktionen jegliche Grenzen eines friedlichen Protestes. 

Der entstandene Sachschaden liegt nach ersten vorläufigen Schätzungen im unteren sechsstelligen Bereich. Die Ermittler suchen jetzt nach Zeugen, die Angaben zur Entstehung des Feuers machen können sowie Personen oder Fahrzeuge vor Ausbruch des Feuers im Bereich des Firmengeländes gesehen haben. (Nina Bastian) +++

X