Nach dem Tod von Diego Maradona

Sven Bednarek: "Danke ihm, was er mit meinem Leben gemacht hat"

Sven Bednarek mit seinen Kindern am 60. Geburtstag von Diego Maradona.
Foto: Privat

27.11.2020 / HÜNFELD - Die Nachricht löste in der Fußball-Welt Bestürzung und Trauer aus: Diego Maradona ist tot. Die argentinische Legende und "Hand Gottes" verstarb in Buenos Aires am Mittwochmorgen (Ortszeit) an einem Herzinfarkt. Überall auf der Welt versammelten sich Fans der Ikone, um ihm zu gedenken. Bestürzung und Trauer löste die Nachricht auch bei Sven Bednarek aus Hünfeld aus.

Bednarek ist ein großer Fan des Weltmeisters von 1986. "Ich verehre Diego, weil er mit unendlich viel Hingabe Fußball spielte. Dazu kam die Genialität seines Spiels gepaart mit ungemeiner Anführermentalität. Diese 3 Dinge so perfekt zu vereinen, machte es für mich aus", begründet der frühere Trainer des Hünfelder SV II, des TSV Bachrain und von Rot-Weiß Burghaun, was Maradona für ihn besonders machte.

Maradona als Legende in Verein und Nationalmannschaft

Diego Maradona wuchs in Lanus auf und sorgte schon in jungen Jahren für Aufsehen, als er zwischen 1976 und 1981 136 Tore für die Argentinos Juniors erzielte und nach einem einjährigen Aufenthalt bei den Boca Juniors zum FC Barcelona wechselte. Seine größte Zeit sollte Maradona jedoch in Italien beim SSC Neapel haben, wo er zur Klublegende aufstieg und mit dem Verein die zwei einzigen Meisterschaften der Vereinsgeschichte holte und 1989 den UEFA-Pokal gewann.

Für Aufsehen sorgte der argentinische Spielmacher auch bei der Weltmeisterschaft 1986, als er mit Argentinien den WM-Pokal gewann. Im Viertelfinale gegen England sorgte er für die beiden wohl berühmtesten Tore der Fußballgeschichte, als er zunächst ein Tor mit der Hand, der "Hand Gottes, wie er später selber sagte", ins Tor beförderte und nur wenige Minuten später nach einem Dribbling über 60 Metern das Tor des Jahrhunderts erzielte.

"Diego ist ewig"

"Diego war nur richtig glücklich, wenn er Fußball spielen konnte", sagt Bednarek, "mir war nie wichtig, was er mit seinem Leben außerhalb des Fußballs gemacht hat, ich danke ihm für das, was er mit meinem gemacht hat." Auch Eskapaden waren Teil von Maradonas Leben, in den 1990er-Jahren geriet Maradona wegen Drogenproblemen in die Schlagzeilen. Seine Ausschweifungen bei der WM 2018 in Russland flimmerten zudem weltweit in den Medien.

Die weltweite Bestürzung zeigt, wie groß Diego Maradona als Spieler war und wie viel er für den heutigen Fußball geleistet hat. Er galt als Vorbild vieler heutiger Stars. "Ich bete für ihn, dass er jetzt seine Ruhe und seinen Frieden findet, der ihm zu Lebzeiten außerhalb des Spielfeldes verwehrt blieb. Maradona ist tot, aber wie hat Messi gesagt: Diego ist ewig." (Tino Weingarten) +++