Corona-Impfstoff in greifbarer Nähe

7-Tage-Betrieb in 30 Zentren: Hessen plant 3,8 Millionen Menschen zu impfen!

Hessen bereitet sich auf Corona-Impfungen vor.
Symbolbild: pixabay

21.11.2020 / REGION - Weltweit tüfteln Wissenschaftler an einem Corona-Impfstoff - dieser soll den Verlauf der Pandemie schnellstmöglich stoppen. Wie hessenschau.de nun berichtet, bereitet sich das Land Hessen schon intensiv auf die kommende Impfaktion vor: Geplant seien 30.000 Impfungen täglich - verteilt auf neun Monate. Insgesamt sollen 3,8 Millionen Menschen - und damit rund 60 Prozent der Menschen in Hessen - geimpft werden. Wann der Startschuss fällt, ist noch unklar. 

Hoffnungsvoll verfolgen Politiker und Mediziner die aktuellen Entwicklungen mit Blick auf das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech. Laut Angaben der Firma solle deren Impfung eine "ungewöhnlich hohe Wirkung von 95 Prozent" aufweisen. Biontech schließe nicht aus, dass im Dezember bereits der erste Einsatz von Impfstoffen möglich sein könnte.

Landesregierung verfolgt Strategie

Obwohl noch nicht feststeht, wann und in welchen Mengen der Impfstoff beschafft werden könne, möchte die Hessische Landesregierung für diesen Fall jedenfalls vorbereitet sein und plant schon sehr konkret. "Innen- und Gesundheitsministerium in Wiesbaden verfolgen eine erste Strategie, möglichst schnell insgesamt rund 3,8 Millionen Hessen gegen das Virus impfen zu lassen." Dies entspräche circa 60 Prozent der hessischen Bürger. "Da mit zeitlichem Abstand zwei Impfungen bei jedem Patienten nötig sind, muss die Verteilung und die Verabreichung von knapp acht Millionen Impfdosen organisiert werden", heißt es seitens des hr.

Zeitraum von neun Monaten im Visier

Konkret bedeute dies ein Sieben-Tage-Betrieb in 30 Zentren: Dort könnten 1.000 Menschen täglich geimpft werden. Läuft dann alles nach Plan, "wäre die größte konzentrierte Impfaktion Hessens in einem Zeitraum von knapp neun Monaten vollendet." Um das Ganze logistisch zu stemmen, müssten hier Hallen und Bürgerhäuser zur Verfügung gestellt werden. Auch zusätzliche Helfer beispielsweise aus dem Katastrophenschutz ziehe die Regierung in Betracht. (mkr) +++