"Die Gründe liegen auf der Hand"

3.000 Euro futsch! FV Horas muss beliebtes Hallenturnier absagen

Die letzte Auflage des Reinhold-Völker-Gedächtnisturniers gewann überraschend der FV Horas. Den Titel wird er im kommenden Jahr nicht verteidigen können
Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)

21.11.2020 / FULDA - Es ist eine bittere, wenn auch nicht völlig überraschende Nachricht. Wie fast alle Hallenturniere fällt auch das Reinhold-Völker-Gedächtnisturnier im kommenden Jahr aus. Das beschloss der Vorstand des ausrichtenden FV Horas. Das Turnier gehört zu den beliebtesten Hallenturnieren in der Region und beschert dem Gruppenligisten wertvolle Einnahmen, auf die er in diesem Jahr verzichten muss.
 
"Die Entscheidung fiel schon in der vorletzten Vorstandssitzung. Ich denke, die Gründe liegen auf der Hand", sagte Vorstandssprecher Winfried Mehler. Neben dem zu großen gesundheitlichen Risiko sind nach dem Lockdown-Light alle Sportstätten gesperrt, Mannschaftssport strikt verboten. Dass sich das im Januar grundlegend ändert, scheint derzeit eher unrealistisch.
 
"Wir haben auch mit den Verantwortlichen für die Sportstätten bei der Stadt gesprochen, dort wurde uns gesagt, dass auch im Januar die Hallen wahrscheinlich gesperrt bleiben", so Mehler. Darüber hinaus spielte auch die Frage, wie es mit der regulären Saison weitergeht, eine entscheidende Rolle. Schon bei der ursprünglichen Planung wäre die Winterpause sehr kurz gewesen, die Verantwortlichen in Horas befürchteten daher, dass es schwer werden könnte, genug Teilnehmer für das Turnier zu finden. Sollte die Saison, wie von HFV-Präsident Stefan Reuß angedacht, sogar schon Ende Januar wieder beginnen, wäre ein Hallenturnier in der unmittelbaren Vorbereitung reine Utopie.

Wichtige Einnahmen bleiben aus 

Zu viele Fragezeichen also, um eine konkrete Planung vorantreiben zu können. Für den FV Horas ist dies nicht nur ein sportlicher, sondern vor allen Dingen finanzieller Verlust. Das Turnier spülte dem Verein um die 3.000 Euro in die Kassen. "Geld, das wir gut gebrauchen konnten, um über die Saure-Gurken-Zeit im Winter zu kommen", wie Mehler sagt. Für die Vereine in der Region wird es also nicht einfacher. Bleibt nur zu hoffen, dass 2022 wieder Hallenfußball gespielt werden kann. (fh) +++