Third Wave of Coffee

Welche Kaffeezubereitung passt zu mir? Bring mehr Genuss in dein Leben

Bring jetzt mehr Geschmack in dein Leben: Mit der richten Kaffeezubereitung
Foto: Pixabay

20.11.2020 / BAD HERSFELD - Es ist "the third wave of coffee" - die sogenannte dritte Kaffee-Welle. Die Zeiten vom schnellen Kaffee zwischendurch gehören nun der Vergangenheit an. Jetzt heißt es: Zurücklehnen, entschleunigen und den belebenden Geschmack des perfekt gebrühten Heißgetränkes in vollen Zügen genießen. Möglichkeiten der Kaffeezubereitung gibt es viele. Die Experten der Kaffeerösterei Capulus in Bad Hersfeld wissen wie's geht: 

Während der ersten Kaffee-Welle Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Kaffee als günstig produziertes Massenprodukt und wurde jedem Haushalt als Alltagsgetränk zugänglich gemacht. In der zweiten Kaffeewelle während den 1980er Jahren entstanden Coffeeshops wie z. B. Starbucks, die durchaus schon hochwertige Kaffeebohnen verwendeten, aber ihre Schwerpunkte auf espressobasierte Milchgetränke - zum Teil mit Sirup, Sahne und Schokoladen- und Karamellsoße verfeinert – legten.

Tschüss Coffee-to-go, hallo Slow-Coffee-Genuss 

Mitte der 1990er Jahre begann die dritte Kaffeewelle. Kennzeichnend für diese Bewegung ist ein gesteigertes Bewusstsein für die Beziehung zwischen Konsument und Produzent, mehr Wertschätzung für den nuancenreichen Geschmack, für die Sortenvielfalt und für die verschiedenen Anbauregionen rund um den sogenannten Kaffeegürtel. Die Qualität des Kaffees steigt bedingt durch eine stetige Verbesserung aller Stufen in der Wertschöpfungskette vom Anbau bis zur Zubereitung. Es entstehen viele kleine Spezialitäten-Röstereien, wo man sich statt eines durch eine Höllenmaschine gejagten Espressogetränks eine Kaffeebohne aussucht und sie sich z.B. in einem Handfilter ("brewed coffee") aufbrühen lassen kann. 

Vor allem in der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen nutzen viele Menschen, um sich den besonderen Kaffee-Geschmack nach Hause zu holen. Wird Wert auf Qualität und einen bewussten Genuss gelegt, gibt es inzwischen viele Möglichkeiten köstlichen Kaffee zuhause herzustellen. 

Vom Espresso hin zum feinen Crema

In der Diskussion über die allerbeste Kaffeezubereitungsmethode bewegen wir uns in Europa im Grunde zwischen zwei Polen. Aus Italien strömt uns seit Ende des letzten Jahrtausends die gehypte Espressokultur entgegen, wo mit Hochdruck fein gemahlenes Kaffeepulver durch eine chromblitzende High-Tech-Siebträgermaschine gepresst wird, aus der nach kürzester Zeit aus den Düsen elegant ein Espresso mit einer feinen Crema fließt.

Nördlich der Alpen hingegen gießt man seit zweihundert Jahren in aller Ruhe heißes Wasser auf das Kaffeemehl, das dann gemächlich durch den Filter tröpfelt. Zwischen diesen beiden Extremen, gibt es noch eine ganze Menge weitere Zubereitungsmethoden, von denen wir euch heute hier zwei mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellen möchten.

Voraussetzung für den perfekten Kaffee:

1. Guten Kaffee verwenden, am besten frisch gemahlen.
2. Auf gute Wasserqualität achten, evtl. das Wasser filtern.
3. Sauberes Equipment verwenden.
4. Für Milch-Liebhaber: auf die Qualität der Milch achten.

Zubereitung mit einem Porzellanfilter:

So wird´s gemacht:

1. Filterpapier in den Porzellanfilter einlegen und mit heißem Wasser anfeuchten. So wird der Eigengeschmack des Papiers entfernt und die Tasse gleich mit vorgewärmt.
2. Kaffeepulver einfüllen
3. Kaffeepulver gleichförmig von innen nach außen befeuchten. Dabei quillt der Kaffee auf und CO2 entsteht. (Blooming)
4. Warten bis alle Gasbläschen geplatzt sind (ca. 30 sek.)
5. Von außen nach innen zügig und gleichmäßig in kreisförmiger Bewegung auf das gesamte befeuchtete Kaffeepulver Wasser gießen. Nach 3–4 min sollte die Brühzeit beendet sein.
6. Genießen!

Vorteile:
Nachteile:

Zubereitung in einer AeroPress:

Diese Kaffeebrühmethode wurde 2005 von Alan Adler, einem Wissenschaftler, der sich eigentlich mit der Erfindung aerodynamischer Spielzeuge beschäftigt, erfunden. Sie gilt als Coffee-for-one-Kaffeemaschine. Bei der Kaffeezubereitung in der AeroPress handelt es sich um das Full-Immersion-Prinzip – das bedeutet, dass der Kaffee komplett mit dem Wasser in Verbindung kommt. Dadurch werden deutlich mehr Aromen freigesetzt als bei der Zubereitung mit dem Handfilter. 

Zubereitung:
So wird´s gemacht (ein Rezeptvorschlag):

1. Kaffee fein mahlen. So wird dieser gut in der AeroPress nuanciert.
2. Filterpapier einlegen und kurz mit heißem Wasser abspülen. Dadurch wird der evtl. Eigengeschmack des Filterpapiers entfernt. Tasse mit heißem Wasser vorwärmen.
3. Filter mit Papier an den Zylinder schrauben.
4. Ein Kaffeemaß (12 g) voll fein gemahlenem Kaffee in den Zylinder füllen und auf eine Tasse oder ein Kännchen aufsetzen.
5. Mit ca. 80°C heißem Wasser bis zur Marke 3 auffüllen.
6. Den Kaffee nach dem Aufgießen ca. 10 sek. umrühren. So können sich die Aromen voll entfalten.
7. Den Stempel aufsetzen und innerhalb von 20 – 30 sek. hinunterdrücken,
8. Genießen! 

Vorteile:
Nachteile
Die Experten der Kaffeerösterei Capulus in Bad Hersfeld wissen: Es lohnt sich zu experimentieren und auszuprobieren. Denn der individuelle und passende Kaffeegenuss bringt Energie und Geschmack ins Leben. Weitere Beschreibungen einzelner Filter- und Brühmethoden finden Sie unter: www.capulus-kaffeeroesterei.de. (pm/jul) +++