Wie geht es weiter?
Die Spielunterbrechung als sportlicher Vorteil für manchen Verein
Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)
31.10.2020 / FULDA -
Am Donnerstagabend unterbrach der Hessische Fußball-Verband (HFV) die Saison mit sofortiger Wirkung und schickte die Vereine in die Winterpause. Am 20. Februar ist im Rahmenspielplan der Start der Rückrunde angesetzt, einen vollgepackten Terminkalender für das Frühjahr gibt es inklusive. Doch der HFV ist vorbereitet. Zum Vorteil manch osthessischer Vereine?
Mit einer Höchstzahl von zwölf Partien ist knapp ein Drittel der Saison absolviert, der Spielplan sieht einen Rückrundenstart ab Mitte Februar vor. Ein knallhartes Programm - sollte die Spielzeit bis zum 30. Juni beendet werden. Beim Verbandstag im Juni wurde vorsorglich in die Spielordnung ein Paragraph eingefügt, der besagt, dass der HFV berechtigt ist, über eine Verkürzung oder sonstige Änderung der Wettbewerbe zu entscheiden. So ist es zum Beispiel auch möglich, dass nur die Hinrunde beendet wird, um die Auf- und Absteiger zu ermitteln. Oder eine Saison ohne Wertung.
In allen anderen Fällen wird es Auf- und Absteiger geben. "Zudem sind auch bei einer nicht abgeschlossenen Spielzeit Absteiger gemäß der gültigen Auf- und Abstiegsregelungen für das Spieljahr 2020/2021 zu ermitteln", heißt es dazu in Paragraph 30 der Spielordnung. Nach jetzigem Stand würden in der Hessenliga der Hünfelder SV und in der Verbandsliga der FSV Thalau sowie die SG Ehrenberg in die Röhre schauen.
Vorteil SG Barockstadt, Bad Soden und Hosenfeld?
Der Tabellenführer der Hessenliga hat, bei gleicher Anzahl an Partien, zwei Punkte Vorsprung vor Hessen Dreieich. Ein Vorteil für die SG Barockstadt? "Der Verband hat ja gesagt, dass sie die Saison zu Ende bringen wollen, eventuell auch verkürzt. Dann wäre unsere Ausgangslage schon ein Vorteil", sagt SGB-Finanzvorstand Martin Geisendörfer, der sich bei einer Austragung der restlichen 26 Spiele dafür ausspricht, die Saison über den Juni hinaus zu verlängern.Archivfoto: Frank Hau
Archivfoto: Franziska Vogt