Zwei Verletzte nach Unfall auf A7

Audi Q7 kracht in Fahrzeug: Fahrer weigert sich auszusteigen


Symbolfoto O|N

27.10.2020 / NIEDERAULA - Unfall auf der A7: Am Sonntag kam es gegen 11 Uhr auf der A7, Kassel-Fulda, Gemarkung Niederaula, Kreis Hersfeld-Rotenburg, zu einem Auffahrunfall.

Ein 61-jähriger Fahrzeugführer aus Bottrop befuhr mit einem Pkw Audi Q7 die A7 in südlicher Fahrtrichtung. Zwischen dem Kirchheimer Dreieck und dem Hattenbacher Dreieck befuhr er den linken von vier Fahrstreifen. Ersten Ermittlungen zufolge fuhr der Fahrer vermutlich aufgrund gesundheitlicher Probleme frontal auf den vorausfahrenden Pkw Dacia Duster auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge nach rechts über die Fahrbahn geschleudert, stießen gegen die angrenzende Schutzplanke und kamen in weiteren Verlauf auf dem ersten und zweiten Fahrstreifen zum Stillstand.

Die beiden Insassen des Pkw Dacia Duster, ein 44-Jähriger und eine 32-Jährige aus Oldenburg, wurden durch das Unfallgeschehen leicht verletzt, konnten aber nach einer ambulanten Versorgung an der Unfallstelle wieder entlassen werden. Der 61-jährige Unfallverursacher blieb unverletzt, hatte sich aber nach dem Verkehrsunfall in dem Fahrzeug eingeschlossen und öffnete, trotz mehrfacher Aufforderung der Polizeistreife, nicht.

Blutentnahme angeordnet

Durch die Feuerwehr Kirchheim wurde daraufhin die Seitenscheibe des Audi Q7 eingeschlagen und die Tür von innen geöffnet, um so Zugang zu dem Fahrer zu erlangen. Da er den Aufforderungen aus dem Fahrzeug auszusteigen nicht folgte und sich dagegen sperrte, musste er von Polizeibeamten mittels einfacher körperlicher Gewalt aus dem Pkw herausgeholt und fixiert werden. Die Person wurde zwecks weiterer Überprüfung des Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus verbracht. Über die Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme und die Sicherstellung des Führerscheins angeordnet.

Aufgrund der Rettungs- und Bergungsarbeiten mussten drei von vier Fahrstreifen gesperrt werden. Der nachfolgende Verkehr in Fahrtrichtung Fulda/Würzburg und Frankfurt am Main staute sich auf mehrere Kilometer, löste sich aber nach Freigabe aller Fahrstreifen zeitnah wieder auf. Der entstandene Sachschaden wird auf circa 100.000 Euro geschätzt. (pm) +++