✕

Buchonen empfangen Hünfeld

Letztes Jahr Spitzenspiel, heute Sechs-Punkte-Duell

Am Samstag gibt es das Wiedersehen zwischen Hünfelds Alexander Reith (vorne) und Fliedens Niko Zeller.
Archivfoto: Carina Jirsch

23.10.2020 / FLIEDEN - Vor fast genau einem Jahr sorgte die Konstellation in der Fußball-Verbandsliga für ein Spitzenspiel, in dieser Saison ist es für beide Mannschaften ein "Sechs-Punkte-Spiel", wie Fliedens Trainer Zlatko Radic sagt - in das seine Buchonen trotz zuletzt zwei Niederlagen wohl etwas gestärkter gehen werden.



Zuerst einmal atmete Radic tief durch, dass mit dem Heimspiel gegen den Hünfelder SV die englischen Wochen ein Ende nehmen: "Es ist einfach viel zu viel in dieser kurzen Zeit. Körperlich ist das kein Problem, aber der Geist ist leer." Bevor allerdings der normale Wochen-Rhythmus Einzug hält, wird Radic seine Mannschaft mental auf die Partie einstellen müssen, die er als "Sechs-Punkte-Spiel" bezeichnet.

"Mit einer Niederlage können wir wieder schnell unten reinrutschen. Nach zwei Niederlagen wollen wir jetzt wieder punkten, aber auch Hünfeld wird kratzen und beißen, weil sie gegen Flieden die Chance sehen, zu gewinnen", sagt Radic. Die Niederlagen gegen Hanau (1:2) und die SG Barockstadt (0:3) schmälerten zwar nicht den bisher guten Saisonverlauf der Fliedener, man ist sich jedoch wieder bewusst geworden, wie eng die Liga zugehen kann.

Vor einem Jahr traf man in Flieden zum Verbandsliga-Spitzenspiel. "Da sieht man, wie der Fußball so ist. Damals hat Hünfeld verdient gewonnen, jetzt stehen wir als Zweitplatzierter in der Tabelle besser dar." Nicht nur das hat sich geändert: Hatten die Buchonen beim letzten Aufeinandertreffen mit argen Verletzungssorgen zu kämpfen, sieht es nun beim Hünfelder SV nach der Verletzung von Marcel Dücker (Handgelenkbruch) schlechter aus. 

Der HSV ist in der Liga seit vier Spielen punktlos, rutschte dadurch auf Platz 17 ab und ist in diesen vier Partien auch torlos geblieben. Die Derbys gegen den SV Flieden und kommende Woche den SV Steinbach werden sich für die Mannschaft von Johannes Helmke zu den "Sechs-Punkte-Spielen" entwickeln. Folgen weitere Niederlagen, könnte der Abstand erstmals richtig anwachsen. (tw) +++

X