Staatssekretär zu Besuch

Bahnhofsausbau, Lärmschutz, Radwege: Dr. Michael Güntner im Gespräch

Treffen am Fuldaer Bahnhofsvorplatz
Fotos: Carina Jirsch

16.10.2020 / FULDA - Es war ein Treffen von Fuldaern für Fuldaer. Am Freitag begrüßte Michael Brand (MdB) gemeinsam mit Landrat Bernd Woide, MdL Markus Meysner, MdL Thomas Hering und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld den Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dr. Michael Güntner sowie Regierungspräsidenten Hermann-Josef Klüber am Fuldaer Bahnhof.

Dr. Güntner, der, genau wie Klüber selbst "ein Föllsche Jong" ist, folgte damit einer Einladung von Michael Brand zu einem gemeinsamen Gespräch über Themen, die die Menschen in der Domstadt bewegen. So wurde beispielsweise die Modernisierung des Bahnhofs angesprochen. "Fulda ist eine Musterstadt. Ich kann das beurteilen, schließlich kenne ich die Gegend gut", leitete Dr. Güntner das Gespräch ein. Die Stadt und auch der Landkreis unternähmen viel dafür, um die Region voranzubringen. Durch ein schlüssiges Konzept habe die Stadt so auch 200.000 Euro Förderung für den Ausbau des Fuldaer Bahnhofs erhalten können.

Aber nicht nur das Gebäude in der Innenstadt war Thema. "Am Nachmittag", betonte Michael Brand, "werden wir auch bei denjenigen vor Ort sein, die vom Lärm der Bahn besonders betroffen sind." In Bronnzell träfe man sich beispielsweise mit einer Bürgerinitiative. "Obwohl die Bahn sich bereits extrem um den Ausbau des Lärmschutzes kümmert, wird es auch eine Beschlussvorlage geben, die in den Bundestag kommt. Dann haben auch wir die Möglichkeit, weitere Maßnahmen zum Schutz einzuleiten", so Dr. Güntner. Weiter besuchte die Delegation auch das Trainingszentrum der Deutschen Bahn AG.

Beim Thema Verkehr verwies Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld auf den geplanten Ausbau des Radwegenetztes in der Stadt und auch in den ländlichen Regionen hin. "Der Bund bietet uns mit Förderprogrammen die Möglichkeit, von diesen Geldern zu profitieren. Die Chance dafür steht laut Dr. Klüber nicht schlecht. "Im kommenden Jahr werden wir rund eine Milliarde Euro nur für den Ausbau der Radwege investieren." Dieses Versprechen, erklärte er, stamme noch aus dem Klimapaket der Bundesregierung.

Außerdem unterstützt der Bund die Stadt Fulda mit 300.000 Euro, um ein umfassendes Konzept zum Einsatz von Wasserstoff-Technologie zu erarbeiten. "Hier muss noch extrem viel getestet und geprüft werden, wohin in Zukunft die Reise gehen wird" so Dr. Güntner. "Wenn wir aber soweit sind, könnten auch regionale Firmen davon profitieren."

Dr. Güntner versprach, die Region weiter im Auge zu behalten. Im kommenden Jahr möchte der Staatssekretär beispielsweise den Deutsch-Schweizer-Bahngipfel nach Fulda holen. "Wir liegen hier nicht nur im Herzen der Bundesrepublik, sondern verfügen auch über eine sehr gute Infrastruktur. Es ist an der Zeit, die Domstadt noch bekannter zu machen." (mr) +++