Belastender Einsatz für die Feuerwehren

Trauer und Entsetzen nach Wohnhaus-Brand - LKA ermittelt vor Ort

Diese Brand-Tragödie erschüttert die Gemeinde Friedewald!
Fotos: Hans-Hubertus Braune

16.10.2020 / FRIEDEWALD - Eine Gemeinde unter Schock! Am Tag nach dem verheerenden Feuer in einem Wohnhaus in Friedewald (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) ist die Trauer und das Entsetzen groß. Wie kam es zu dieser Brand-Katastrophe? Wieso konnte sich der 76-jährige Mann nicht rechtzeitig aus dem brennenden Haus retten? Die Menschen in Friedewald und der Region sind schockiert über das Ausmaß und in Trauer.

Am späten Mittwochabend gegen 22 Uhr wurden die Feuerwehren alarmiert. Auf der Rückseite des Hauses hatte sich die Flammen bereits ausgebreitet und waren weithin sichtbar. Die 77-jährige Ehefrau war bereits draußen und kam leicht verletzt in ein Krankenhaus. Nachbarn versuchten, den vermissten Mann aus dem Haus zu retten. Doch der Qualm war zu dicht. Unter schwerem Atemschutz suchten die Einsatzkräfte nach dem Bewohner. Vergeblich. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Bis zum frühen Morgen kämpften die Feuerwehren aus der Dreienberg-Gemeinde sowie aus Bad Hersfeld und Schenklengsfeld gegen die Flammen an, auch am Donnerstag löschten weitere Einsatzkräfte Glutnester. "Wir werden mit den Kameradinnen und Kameraden sprechen", sagt Gemeindebrandinspektor Günter Scheer zu OSTHESSEN|NEWS. Solche Einsätze sind extrem belastend und schwer zu verkraften. Auch die Gemeinde wolle unterstützen, wo sie kann. "Wir danken den Feuerwehrkräften für ihren vorbildlichen Einsatz", sagt der Erste Beigeordnete Klaus Kraft und kündigte auch der betroffenen Familie Unterstützung an.

Die Kriminalpolizei Bad Hersfeld und die Brandermittler vom Landeskriminalamt in Wiesbaden haben die Untersuchungen aufgenommen, um herauszufinden, wie es zu diesem tragischen Brand kommen konnte. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 250.000 Euro. (Hans-Hubertus Braune) +++