Derby an der Rhönkampfbahn
Der SV Neuhof kommt mit Rückenwind nach Hünfeld
Archivfoto: Carina Jirsch
15.09.2020 / HÜNFELD -
Beim SV Neuhof dürften Spieler und Verantwortlich nach dem hart erkämpften Sieg in Walldorf erst mal erleichtert durchatmen. Eine weitere Niederlage gegen einen Gegner auf Augenhöhe hätte den Druck auf die Mannschaft früh erhöht. Jetzt kann man etwas entspannter zum Derby nach Hünfeld fahren (Mittwoch, 19 Uhr) – will dort aber dennoch punktemäßig nachlegen.
"Wir wollen etwas zählbares mitnehmen", stellt auch Neuhofs Trainer Alexander Bär vor dem Duell am Mittwoch klar. Der Auftritt am Sonntag in Walldorf dürfte ihm Mut gemacht haben. Taktisch extrem diszipliniert und mit enormem Einsatz brachte seine Mannschaft die knappe 1:0 Führung trotz Unterzahl über die Zeit. "Diese Tugenden müssen wir auch am Mittwoch wieder zeigen, sonst wird Hünfeld uns keine Chance lassen", so Bär. Er erwartet einen mannschaftlich geschlossenen Gegner. "Ein Großteil der Mannschaft spielt schon lange zusammen, sie sind eingespielt und werden bis zum Schluss kämpfen."
Bär muss dabei allerdings auf die beiden Rot-Sünder Roko Vrdoljak und Marin Srsen verzichten. "Das tut weh, beide waren in guter Verfassung", ärgert er sich. Wie in Walldorf auch, muss der SVN in Hünfeld wieder auf einen Kunstrasenplatz. Eine Vorverlegung der Partie auf 18 Uhr lehnten die Gastgeber ab, die sich dadurch möglicherweise einen kleinen Vorteil erhoffen. "Bei diesen Witterungsbedingungen auf den Kunstrasen zu müssen, finde ich unglücklich aber daraus müssen wir das beste machen", so Bär.
Das Beste daraus machen will auch der Hünfelder SV, der am Sonntag mit 3:2 in Friedberg verlor. Nach zwischenzeitlichem 0:3-Rückstand bewies die Mannschaft immerhin Moral und konnte sogar noch bis auf ein Tor an einen Punktgewinn herankommen. Dies dürfte Trainer Johannes Helmke Mut machen für die Aufgabe gegen Neuhof, schließlich soll im dritten Spiel der Saison der erste Sieg her, Dafür muss die Mannschaft aber wieder an die Grenzen ihres Leistungsvermögens gehen. "Wir müssen in jedem Spiel 100 Porzent + X geben, das ist uns am Sonntag nicht immer gelungen. Das darf uns nicht noch einmal passieren", warnt Helmke. (fh)+++