Nach 175 Tagen Pause
Meisterfavorit empfängt Meister - Gruppenliga startet mit Spitzenspiel
Archivfoto: Jonas Wenzel (yowe)
29.08.2020 / FULDA -
Ziemlich genau ein halbes Jahr mussten sich die Spvgg Hosenfeld und die SG Bronnzell gedulden. So lange haben die beiden Mannschaften kein Liga-Spiel mehr bestritten. Am Sonntag (17 Uhr) endet diese Leidenszeit, dann trifft der große Meisterschaftsfavorit SG Bronnzell auf den amtierenden Meister Spvgg Hosenfeld.
Es hat sich viel verändert in den 175 Tagen zwischen Saisonabbruch und Saisonstart. Ein kurzer Rückblick: Während Hosenfeld als Meister der Corona-Saison auf sein Aufstiegsrecht verzichtete, fand sich die SG Bronnzell als Tabellenzehnter im Niemandsland der Tabelle wieder.
Vier Neuzugänge machen Bronnzell zum Favoriten
Seitdem haben sich die Vorzeichen aber komplett verschoben. Wenn am Sonntag das erste Gruppenliga-Spiel der Saison in der Heppeau angepfiffen wird, gilt Bronnzell für viele als der große Favorit. Grund sind die vier namhaften Neuzugänge Jan-Niklas Jordan, Kevin Hohmann, Maximilian Balzer und Marek Weber. Das in Bronnzell eine andere Erwartungshaltung herrscht als in den vergangenen Jahren, bestreitet auch Trainer Jens Keim nicht. Als großen Favoriten sieht er seine Mannschaft am Sonntag jedoch nicht: "Es ist eine absolute Wundertüte. Nach so langer Zeit weiß keiner, wo er steht."Auch seine hochkarätig besetzte Mannschaft wird noch Zeit brauchen, bis die Automatismen im Spiel richtig ineinandergreifen. "Zwar kennen sich die Jungs untereinander, das macht es leichter, dennoch geht es nicht von heute auf morgen", so Keim.
Umbruch in Hosenfeld
In Hosenfeld hingegen hat man einen Umbruch hinter sich. Fünf Leistungsträger verließen den Verein, dafür kamen aber auch hochkarätige Zugänge wie Radomir Vlk und Branimir Velic vom Hessenligisten SV Neuhof. Hinzu sitzt mit Torsten Weber ein neuer Trainer auf der Bank. "Sie haben immer noch viel Qualität, ich bin mir sicher, sie werden auch dieses Jahr eine sehr gute Rolle spielen", glaubt Keim.Bronnzells Coach ist für den Auftakt dennoch optimistisch: "Wir sind gut vorbereitet. Wichtig ist ein guter Start, auf dem man aufbauen kann. Wo welche Mannschaft dann letztlich steht, kann man erst in einigen Wochen abschätzen." (fh)+++