Energie reicht für etwa 320 Haushalt
Photovoltaikanlage auf der Ulrichsteiner Erddeponie im Bau
Fotos: gr
20.08.2020 / ULRICHSTEIN - Bereits Anfang Februar 2018 hat die Stadtverordnetenversammlung mit der Energiegenossenschaft Vogelsberg einen Vertrag zur Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Erddeponie zwischen Ulrichstein und Helpershain unterzeichnet. Nach dem Mietvertrag über die betroffenen Grundstücksflächen und einem entsprechenden Aufstellungsbeschluss wurde dann nach über einem Jahr, im Dezember 2019, über die abgegebenen Stellungnahmen beraten und die Änderungen des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans beschlossen. Dazu waren insgesamt 46 Stellungnahmen von Behörden, sonstigen Trägern öffentlicher Belange und Bürgern eingegangen.
Auf dem rund fünf Hektar großen Gelände der ehemaligen Erddeponie werden nun seit Mitte Juli von der Energiegenossenschaft Vogelsberg, in der die Stadt Ulrichstein auch Mitglied ist, Anlagen mit einer Gesamtleistung von cirka 1,3 Megawatt gebaut, die Ende September in Betrieb gehen sollen.
Die Stadt Ulrichstein und die Energiegenossenschaft Vogelsberg eG setzen damit nicht nur ein Zeichen in Richtung Zukunft, sondern stärken auch die Region, denn Bürgerbeteiligung ist einer der Grundpfeiler dieses Projekts.
Die Zusammenarbeit mit der EGV hat sich seit deren Gründung bereits für viele Kommunen rentiert. Mit einem Investitionsvolumen von bisher mehr als 20 Millionen Euro und einer Mitgliederzahl von annähernd 900 Personen, die mit Einlagen von insgesamt fast 10 Millionen Euro schon viele Projekte in der Region mitgetragen haben, ist die Genossenschaft ein stabiler und kraftvoller Partner für Energieprojekte im Vogelsberg.
"Wir sind sehr froh, dass wir dieses große Vorhaben gemeinsam in Angriff nehmen können", so Bürgermeister Schneider, der sich freuen würde, möglichst viele Ulrichsteiner mit ins Boot zu nehmen, denn sie können sich privilegiert beteiligen durch Zeichnung von Geschäftsanteilen oder durch Nachrangdarlehen: "Etwas Sinnvolleres als eine Investition in erneuerbare Energien, noch dazu mit hohem Wertschöpfungspotenzial für die Region, kann man zumindest angesichts des Klimawandels und der Klimaziele des Landes kaum tun." Bei einer geplanten Laufzeit von 20 Jahren ergibt sich nach Angaben von Günter Mest ein CO2 Einsparung von 16.000 to.
Die Errichtung der Anlagen erfolgt von der Firma MaxSolar aus Traunstein. MaxSolar hat für die Energiegenossenschaft Vogelsberg bereits den Solarpark in Rudingshain errichtet. (gr) +++