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Wie in Bad Soden

Online-Tickets im Amateurfußball könnten Schule machen

Tickets wird es bei vielen Vereinen nicht mehr nur an der Tageskasse geben sondern auch online.
Symbolbild: pixabay

19.08.2020 / REGION - Die Beschränkung der Zuschauerzahl im Amateurfußball stellt die Vereine immer noch vor große Probleme. Die SG Bad Soden hat darauf reagiert und einen Online-Ticketverkauf angekündigt. Dieses Modell könnte Schule machen. Weitere Vereine arbeiten an ähnlichen Systemen.


 
"Wir bevorzugen eine ähnlichen Lösung", sagt etwa auch Frank Happ vom Hessenligisten SV Flieden. Wie die Umsetzung letztlich aussehen wird, ist aber noch unklar. "Da gibt es noch einige Fragen, die geklärt werden müssen." Hier geht es etwa um die Frage, ob eine Vorverkaufsgebühr erhoben wird oder nicht. Hinzu kommt noch das Problem mit den Versandkosten. "Sollten wir Versandkosten berechnen müssen, ist man schnell mal bei einem Preis von zehn bis elf Euro pro Karte", so Happ. Deshalb werde wie in Bad Soden eine Variante zum selber ausdrucken bevorzugt. Ziel sei es, so Happ, dass die Fans ohne viel Aufwand und ohne große Mehrkosten auf das Sportgelände können.

Vor allem Gästefans sollen vom Angebot Gebrauch machen 

Das Online-Ticketing ist bei den Buchonen lediglich als Ergänzung gedacht. "Es wird auch an der Tageskasse weiter Karten geben", stellt Happ klar. Flieden und Bad Soden dürften nicht die einzigen Vereine bleiben, die solch eine Lösung ins Auge fassen. So eruiert auch die SG Barockstadt derzeit die Möglichkeit eines Online-Ticketystems. "Wir arbeiten an einem eigenen Hygienekonzept für das Stadion und da wird Online-Ticketing ein wichtiger Baustein sein", sagte Sebastain Möller, Sportmanager bei der SGB.   

Die Vereine hoffen, dass sich durch das neue System die Planungssicherheit erhöht. Vor allem die Gästefans sind angehalten, von dem Vorverkauf Gebrauch zu machen, damit sie nicht vergeblich die Reise antreten.

Ehrenberg bittet Gastmannschaften, keine Fans mitzubringen 

Es gibt aber auch Vereine, die andere Wege gehen. In Ehrenberg wird man nach dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" verfahren. "Ein Vorverkauf könnte dazu führen, dass bereits frühzeitig die zur Verfügung stehenden Plätze vergeben sind. Wir mussten schon unseren treuesten Fans die Dauerkarten streichen, da wollen wir sie nicht noch weiter benachteiligen", sagt Udo Wischniewski aus dem Vorstandsteam. Stattdessen habe man die Gastmannschaften in einem Schreiben gebeten, keine Fans nach Ehrenberg mitzubringen. "Das ist eine beschissene Situation. Uns geht es aber vor allem um die Sicherheit", so Wischniewski. Welche Lösung die beste ist, muss jeder Verein für sich selbst entscheiden. (fh) +++

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