Kommen Gelder und Entscheidungen an?

CDU-Sommer-Tour: Domschule zukunftsfähig - 86 neue Wohnungen bis 2021

Traditionell gehen Politiker in der sitzungsfreien Zeit auf Sommer-Tour. So auch die CDU-Stadtverordnetenfraktion in Fulda - hier auf dem Areal des Wohnbauprojekts "An der Fulda-Aue".
Fotos: Hendrik Urbin

19.07.2020 / FULDA - Traditionell gehen Politiker in der sitzungsfreien Zeit auf Sommer-Tour. So auch die CDU-Stadtverordnetenfraktion in Fulda. Am Freitagabend haben die über 30 Kommunalpolitiker die Domschule und das Areal des Wohnbauprojekts "An der Fulda-Aue" besucht und sich vor Ort ein Bild von getätigten Investitionen und Stadtentwicklung gemacht.



Unter der Federführung von Fraktions-Vize Hans-Dieter Alt, auch Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, Fraktions-Chefin Patricia Fehrmann sowie Bürgermeister Dag Wehner wurde deutlich: die eingesetzten 3 Mio. Euro für Umbau und Sanierung der Grund- und Hauptschule sowie die getroffenen Parlamentsentscheidungen für den Neubau auf dem ehemaligen "L14"-Areal kommen an. Es war die zweite Begehung der Union-Stadtverordneten in den Sommerferien, wegen Corona ohne Öffentlichkeit.

Domschule Fulda zukunftsfähig aufgestellt!


Erster Halt: Domschule, die älteste Schule Fuldas. Sie wird seit zwei Jahren von oben bis unten, in vier Bauabschnitten, saniert. Auch ein Aufzug wurde eingebaut. "Trotz Denkmalschutz liegen wir voll im Plan und werden Ende 2020 mit den Innenarbeiten fertig sein", berichtet Frank Volmer, Chef des Gebäudemanagements bei der Stadt Fulda. Die Außensanierung mit Schulhof & Co. geht dann im nächsten Jahr weiter.

"Unsere Stadt Fulda ist ein Schulstandort mit Strahlkraft in die Region und darüber hinaus", berichtet Alt und erklärt: "Das Thema Bildung nimmt jedes Jahr einen Löwenanteil im Haushalt ein, über zehn Millionen Euro wurden allein 2020 eingestellt." Wehner, der das Schuldezernent verantwortet, spricht von "gut erhaltenen Immobilien mit hoher technischer Ausstattung", die Grundlage für gute Bildung seien. Und auch Schulrektor Harald Frühauf ist zufrieden: "Die Domschule ist mit rund 300 Schülern und 32 Lehrern gut aufgestellt. Wir punkten vor allem mit den Themen Inklusion und Integration, und zwar schon seit über 20 Jahren. Die Baumaßnahmen haben bei laufendem Betrieb stattgefunden, es war eine Operation am offenen Herzen - und wir sind froh, wenn alles fertig ist. Damit sind wir zukunftsfähig aufgestellt."

Fulda braucht Platz: 2.800 neue Wohnungen bis 2030


Zweiter Stopp: das Innenstadt-Wohnquartier "An der Fulda-Aue", entwickelt durch die heimischen Investorenfamilien Burg und Geisendörfer. Sie haben ein jahrelang brach liegendes Areal entwickelt und schaffen mit der 25 Mio. Euro-Investition insgesamt 86 neue Wohneinheiten, darunter 19 Sozialwohnungen - verteilt auf sieben Häuser-Blöcke. "Wir sind hier auf Fuldas größter Baustelle", begrüßt Investor Martin Geisendörfer die Kommunalpolitiker und bedankt sich für die "außerordentlich gute und reibungslose Zusammenarbeit mit der Stadt Fulda", in der Planungsphase und während des Baus. Die Rohbauarbeiten sind bis Oktober abgeschlossen, im Sommer 2021 sollen die Wohnungen dann an die Eigentümer übergeben werden. Geisendörfer spricht von einem "bautechnisch schwierigen Projekt". Es gab viele Erdbewegungen beim Aushub der Grube für die Tiefgarage. "Hier war Grundwasser ein Problem." Positiv: die hohe Nachfrage an den Wohnungen in zentraler Lage.

Erst haben Stadt- und Kreisarchäologin Milena Wingenfeld und Archäologe Dr. Thilo Warnecke, die ihre Arbeiten am Freitag final abgeschlossen haben, über ihre Funde informiert, anschließend folgte eine Baustellenführung von der Tiefgarage bis zur Penthaus-Wohnung.

Hans-Dieter Alt ist zum Abschluss auf die Bedeutung privater Investoren, aber auch der Siedlungsgesellschaften für die Domstadt eingegangen: "Wir als Stadt können uns keine eigene Wohnbaugesellschaft leisten, deshalb ist das Engagement hiesiger Investoren elementar." An Zahlen macht der Fraktions-Vize deutlich, wie viel Wohnraum Fulda bis 2030 benötigt. "Experten haben uns in einem Gutachten den Bedarf errechnet und kommen auf insgesamt 2.800 Wohneinheiten in den nächsten zehn Jahren. Dafür müssten bis zu 700 Mio. Euro investiert werden. Unser Ziel ist es nun, Flächen zu finden, damit pro Jahr 280 Wohnungen geschaffen werden können. Nur so können wir auch wachsen und noch attraktiver werden." (Christian P. Stadtfeld) +++

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