Nach vergeblicher Suche

Tragischer Suizid - Bahntoter vermutlich vermisste 36-jährige Person aus Fulda

Bei dem Bahntoten aus Wirthheim handelt es sichmit hoher Wahrscheinlichkeit um den in Fulda vermissten 36-Jährigen
Symbolbild: pixabay

03.07.2020 / WIRTHHEIM/FULDA - Noch gibt es keine hundertprozentige Gewissheit, aber leider deutliche Hinweise: bei dem Bahntoten, der am frühen Mittwochmorgen am Bahnhof Biebergemünd-Wirthheim auf den Gleisen gefunden wurde, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die in Fulda vermisste Person. Seit Dienstagabend wurde der 36-Jährige aus Fulda vermisst, der auf einen Rollstuhl angewiesen war. Ein Rollstuhl wurde laut Polizei in Wirthheim gefunden und die Kleidung des Toten deutet demnach ebenfalls auf die in Fulda vermisste Person hin.

Der Vermisste war am Mittwoch mit Einsatzkräften des DRK, Feuerwehr und Polizei, der DLRG, der Rettungshundestaffel und dem  Polizeihubschrauber IBIS intensiv im Bereich der Fulda-Aue gesucht worden, rund 50 Kräfte waren dabei im Einsatz. Intensiv abgesucht wurden auch die beiden Aueweiher mittels Tauchern des DLRG. Doch auch dort blieb die Suche bis zum Abend erfolglos.

Am gestrigen Mittwochmorgen hatte, wie berichtet, ein Polizeieinsatz am Bahnhof Biebergemünd-Wirtheim im Main-Kinzig-Kreis den Bahnverkehr zwischen Fulda und Frankfurt eingeschränkt und dazu geführt, dass 33 Züge verspätet waren, zwölf mussten umgeleitet werden, drei fielen komplett aus. Die Bahnstrecke war von 5:30  zwischen Gelnhausen und Wächtersbach in beide Richtungen für drei Stunden gesperrt. Laut Bundespolizei hatte ein Lokführer am frühen Morgen gegen 5:20 Uhr eine leblose Person im Gleis gemeldet. Die Umstände der Auffindung deuteten auf einen Suizid als Todesursache hin. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Hanau ist noch mit der eindeutigen Identifizierung des Toten befasst und wird voraussichtlich am Freitagmittag ihre Erkenntnisse veröffentlichen. (ci)+++