Kampfsport in Corona-Zeiten
Sergej Braun: "Die Kinder sind total verunsichert"
Archivfotos: Carina Jirsch
09.06.2020 / FULDA -
Sergej Braun ist nicht nur mehrfacher Welt- und Europameister im Kickboxen, sondern auch Inhaber einer Kampfsportschule in Fulda. Auch ihn hat die Corona-Krise stark getroffen. Viele Kämpfe fielen aus, sein Gym blieb mehrere Wochen geschlossen. Mittlerweile hat sich die Situation wieder ein Stück weit normalisiert.
Anfang Februar war die Welt für Sergej Braun noch in Ordnung. Der "Battle of Barock", eine von Braun organisierte Kampfsportveranstaltung in der Wilmingtonhalle in Fulda, war ein voller Erfolg. 800 Zuschauer sahen neben vielen nationalen und internationalen Kämpfen auch den Sieg von Braun im Hauptkampf gegen den Niederländer Blokland Guillermo. Besser hätte das Jahr für den Fuldaer nicht starten können.
Dies gilt auch für seine eigenen sportlichen Ambitionen. Sollte die Lage sich nicht wieder verschlechtern, ist sein nächster Kampf für den 25. Juli geplant. "Körperkontakt im Training ist für mich zwar weiterhin tabu, aber ich halte mich mit Joggen, Cardio und anderen Sachen fit", sagt Braun. Einen Nachteil für seinen Kampf befürchtet er nicht: "Es geht ja allen Sportlern auf der Welt so, von daher haben auch alle die gleichen Voraussetzungen." (Felix Hagemann) +++