Weniger Einsätze und große Feste

Ein spannendes Jahr 2019 für die Freiwillige Feuerwehr Bad Hersfeld


Fotos: Freiwillige Feuerwehr Bad Hersfeld-Kernstadt

09.03.2020 / BAD HERSFELD - Die Freiwilligen Feuerwehr Bad Hersfeld- Kernstadt blickte auf ein spannendes Jahr 2019 zurück. Vereinsvorsitzender Sebastian Sommer eröffnete die Versammlung mit seinem Bericht, in dem er den Hessentag besonders erwähnte. Viele zusätzliche Personalstunden seien dabei geleistet worden entstanden und hob dabei die gute Zusammenarbeit mit der Wehrführung heraus.



Er bedankte sich aber auch für das das großartige Festwochenende des vergangenen Tagebergfestes, welches der 2. Löschzug mit großem Aufwand auf dem Tageberg ausgerichtet habe. Sebastian Sommer stellte sein Team vor, das sich im Vergleich zum letzten Jahr personell verändert habe. Insbesondere seien Zeltteam und das Team des „Feuerwehrhüttchens“ neu aufgestellt. Als weitere Neuerung nimmt der Feuerwehrverein am „Smile“-Programm von Amazon teil, mit dem der Feuerwehrverein an Umsätzen beteiligt wird, die über das Programm erzielt werden.

Wehrführer Pierre Walter blickte für die Einsatzabteilung auf das vergangene Jahr zurück. Die Feuerwehr Bad Hersfeld- Kernstadt wurde zu insgesamt 245 Einsätzen alarmiert - 21 Einsätze weniger als 2018. Zwei Einsätze hob er dabei besonders hervor, bei denen die Feuerwehr binnen 24 Stunden mit dem Stichwort „Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr“ zur gleichen Einsatzstelle mit einer großen Zahl von Betroffenen alarmiert wurde. Des Weiteren erinnerte er auch an den Brand eines Hotels, bei dem 60 Menschen gerettet wurden. Auch bei Walter fand der Hessentag besonderen Anklang, der sich ebenfalls bei allen Kameradinnen und Kameraden für ihre geleistete Arbeit bedankte. Pierre Walter dankte den städtischen Gremien für den schnellen Beschluss des neuen Bedarfs- und Entwicklungsplanes und blickte auf das aktuelle Jahr mit speziellen Fortbildungen für die technische Hilfeleitung und den bevorstehenden Maustüröffnertag im Oktober.

Stadtrat Gunter Grimm überbrachte der Versammlung die Grüße der städtischen Gremien und dankte allen Einsatzkräften für ihre geleistete Arbeit. Dabei stellte er auch klar, dass die Arbeit und somit die Außenwirkungen der Feuerwehr sehr positiv sei und man sich dafür einsetzt, dass die Posten der Feuerwehr im Haushalt entsprechende Berücksichtigung finden und nicht gekürzt werden. Dabei erwähnte auch er den Hessentag und bedankte sich insbesondere bei den Kameraden Tobias Schindler, Christian Seelig und Pierre Walter für die gute Zusammenarbeit im Vornherein und während des Hessentages. Zudem bedankte er sich bei den Kameraden/-innen, die in ehrenamtlicher und zusätzlicher Arbeit den neuen Bedarfs- und Entwicklungsplan erstellt haben. Zum Schluss überbrachte Herr Grimm auch noch eine Überraschung, denn die städtischen Gremien stimmten dem Antrag zu, dass auch die Jugendfeuerwehr von nun an kostenlos die Schwimmbäder in Bad Hersfeld nutzen dürfe.

Christian Seelig, stellvertretender Stadtbrandinspektor, überbrachte die Grüße der Leitung der Feuerwehr und bedankte sich ausdrücklich für die geleisteten Einsätze und Brandsicherheitsdienste. Außerdem bedankte auch er sich bei den städtischen Gremien für die gute Zusammenarbeit und das Voranbringen der Projekte auf dem Johannesberg und dem Solztal. Zum Schluss übergab er neue Ausrüstungen an die Wehrführung der Kernstadt.

André Oldenburg, Jugendwart und stellvertretender Leiter der Feuerfüchse, berichtet über das vergangene Jahr in der Jugendfeuerwehr und bei den Feuerfüchsen. Bei den Feuerfüchsen liegt die Mitgliederanzahl nun bei 13 Kindern im Alter von 7-10 Jahren. Sie lernten im vergangenen Jahr auf spielerische Art und Weise die Grundsätze der Feuerwehr kennen, u.a. in einer kindergemäßen Erste Hilfe Ausbildung oder Motorboot fahren.

Die Jugendfeuerwehr zählt derzeit 27 Mitglieder. Auch sie hatten ein ereignisreiches Jahr hinter sich, welches unter anderem von der einwöchigen Jugendfeuerwehrfreizeit in den Schwarzwald geprägt war. Diese stellten die Jugendlichen Patrice Zimmermann und Lucas Jentsch vor. Zum Schluss erwähnte Oldenburg den Besuch auf der Kinderstation des Klinikums Bad Hersfeld. Hierfür wurde die Jugendfeuerwehr Bad Hersfeld Kernstadt auch als Feuerwehr des Monats Januar 2020 vom Land Hessen nominiert. Für die langjährige Leitung der Kinderfeuerwehr kam Manfred Häger, Petra Häger und André Oldenburg an diesem Abend die Ehre zu Teil mit der neuen Kinderfeuerwehrmedaille des Landesverbandes in der höchsten Stufe Gold ausgezeichnet zu werden.

Kreisbrandinspektor Marco Kaufunger überbrachte die Grußworte des Landkreises und bedankte sich bei den Kameradinnen und Kameraden für ihre geleistete Arbeit. Kaufunger erläuterte in seinem Beitrag, dass die Feuerwehrtermine des Landkreises nun online verfügbar seien und auch das neue System für die Belastungsübung der Atemschutzgeräteträger gut angenommen werde. Er mahnte aber auch, dass trotz der Digitalisierung das Handy während der Einsätze im Spind bleiben solle.

Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Thomas Specht hingegen blickte humorvoll auf das vergangene Jahr zurück. Besonders der Hessentag sei nicht alltäglich gewesen, aber doch erstklassig durchgeführt wurde. Insbesondere lobte er Andre Oldenburg für die hervorragende Jugendarbeit, die auf diesem Niveau fortgesetzt werden solle. Eine gute Feuerwehr bestehe aber nicht durch die Leistung Einzelner, sondern sei Teamarbeit. Kreisjugendfeuerwehrwart Spoelstra hob ebenfalls die gute Jugendarbeit der Feuerwehr Bad Hersfeld-Kernstadt. Er zeichnete Andre Oldenburg mit der Hessischen Jugendfeuerwehrmedaille in Silber und Esther Vaupel mit der Hessischen Jugendfeuerwehrmedaille in Bronze für ihre hervorragenden Leistungen und Bemühungen in der Jugendfeuerwehrarbeit aus. (pm) +++

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