Totengedenken an Martin Angelstein

"Am Aschermittwoch geht's erst richtig los" - Messe in der Stadtpfarrkirche

Aschermittwochsgottesdienst am Mittwochmittag in der Fuldaer Stadtpfarrkirche
Alle Fotos: Martin Engel

27.02.2020 / FULDA - Ein riesiges lila Fastentuch aus dem Bonner Münster, das die fünf Wunden Jesu am Kreuz und die Leidenswerkzeuge darstellt, schmückt seit Mittwochmorgen und noch die nächsten 40 Tage bis Ostern den Altarraum in der Fuldaer Stadtpfarrkirche, wo sich um 11:30 Uhr viele, viele Gläubige einfanden, um das Aschekreuz zu empfangen.

",Am Aschermittwoch ist alles vorbei' singen die Karnevalisten", sagte Innenstadtpfarrer Stefan Buß, "dabei geht es am Aschermittwoch eigentlich erst richtig los." Die Asche sei ein Symbol für das Vergängliche, das Kreuz aber ein Zeichen des Anfangs, das auf Ostern und die Auferstehung nach dem Tode hinweise. In den nächsten 40 Tagen gelte es, das Lebenstempo zu entschleunigen und innezuhalten.

"Gerade nach den schrecklichen Ereignissen in Hanau und Volkmarsen müssen wir uns fragen, welche Werte uns wirklich tragen", so Pfarrer Buß. "Das fängt im Kleinen an: Wie gehen wir miteinander um? Spielt Gott für uns überhaupt noch eine Rolle?" Und Buß appellierte an die Gemeinde: "Öffnen wir uns in diesen Tagen neu."

In den Fürbitten wurden unter anderem der Opfer von Hanau und Volkmarsen gedacht, ebenso den Corona-Toten und -Erkrankten sowie den Parteien in Deutschland, die sich neu aufstellen müssen. Beim Totengedenken vor der Kommunion und dem Abschlusssegen wurde besonders an O|N-Gründer Martin Angelstein erinnert, der gestern vor einem Jahr von uns gegangen ist. (mw) +++