Handball-Landesliga kompakt

Spitzenspiel in Großenlüder - TGR mit Wanfried auf Augenhöhe?

Henrik Dimmerling (r.) und die HSG haben zuhause ein Spitzenspiel, die TG Rotenburg trifft auf den VfL Wanfried mit Paul-Marian Nemenco (Nr. 32).
Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)

14.11.2019 / REGION - Die Handball-Landesliga ist abgespeckt, denn nur zwei der vier osthessischen Vereine spielen an diesem Wochenende. Dafür kommt der Spieltag mit dem Spitzenspiel Erster gegen Zweiter daher. Kann Großenlüder/Hainzell Fuldatal/Wolfsanger enteilen? Zudem trifft die TG Rotenburg auf Wanfried, das zuletzt etwas aus der Spur geraten scheint.

TG Rotenburg - VfL Wanfried (Samstag, 17:30 Uhr)



Der VfL Wanfried sorgte am vorletzten Wochenende für das kurioseste Ergebnis der bisherigen Saison, als sie der TSG Dittershausen 13:14 unterlagen. Dabei führte der VfL nach 36 Minuten mit 10:4. "Wanfried wird sich neu aufstellen wollen, da haben auch einige gefehlt. Ihr Spiel gegen Hünfeld hat für mich mehr Aussagekraft", möchte Rotenburgs Trainer Robert Nolte an einem Spiel keine Formkurve ausmachen.

Die TGR möchte selbstbewusst in ihr Heimspiel gehen und gegen den punktgleichen Tabellennachbarn etwas einfahren. "Wanfried weiß, wie sie uns knacken können, auf der anderen Seite wissen wir auch viel über sie. Ich erwarte einen Kampf bis zum Schluss", so Nolte, der aller Voraussicht nach auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Nach der spielfreien Woche und dem vorherigen Erfolg in Baunatal ist zudem auch die Laune bestens.

Das Hauptaugenmerk wolle Nolte auf das Zusammenspiel zwischen dem ehemaligen Drittliga-Akteur Pascal Küstner und Milos Milosavljevic legen. "Wir müssen uns gut positionieren. Der Vorteil für uns ist, dass Wanfried keine schnelle Mitte hat. Gegen ihre Körperlichkeit müssen wir gegenhalten, und da haben wir gute Mittel", weiß Nolte. 

HSG Großenlüder/Hainzell - HSG Fuldatal/Wolfsanger (Sonntag, 17 Uhr)

Ein Spitzenspiel, an dessen Ende die Verantwortlichen der HSG Großenlüder/Hainzell möglicherweise Farbe bekennen können. Die noch ungeschlagene HSG trifft auf den Verfolger HSG Fuldatal/Wolfsanger, die aktuell vier Punkte hinter Großenlüder auf Platz zwei stehen. Ein Sieg und man wäre der Konkurrenz enteilt, zumal man auch gegen den Dritten HSG Baunatal bereits gewann. Doch soweit denkt Joachim Bug, Trainer von Großenlüder, natürlich nicht.

"Es wird für uns richtungsweisend, aber die Liga ist sehr ausgeglichen. Man kann auch mal Punkte liegenlassen", so Bug. Dabei hofft er auf dieselbe Einstellung wie in Hersfeld, als Großenlüder/Hainzell einen Rückstand noch drehte und auch im achten Spiel den achten Sieg einfuhr. Personell sind die Gastgeber jedoch gebeutelt, da Michael Blinzler ausfallen wird und einige Akteure grippegeschwächt sind.

"Wir müssen die Kräfte wieder auf mehreren Schultern verteilen, das hat in Hersfeld gut geklappt", sagt Bug. Während die offene Deckung der Fuldataler Bug nicht unbedingt vor schlaflose Nächte stelle, sei das schnelle Spiel nach vorne sehr gefährlich. "Wir müssen schnell auf den Beinen sein", fordert der HSG-Trainer. (tw) +++

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