Gegen eine Tabuisierung

Palliativkalender 2020: "Wer zuletzt lacht...Humor (auch) am Lebensende"

Im Stadtschloss wurde am Freitag der neue Palliativkalender 2020 vorgestellt
Fotos: Maria Franco

26.10.2019 / FULDA - „Wer zuletzt lacht...Humor (auch) am Lebensende“ lautet das Thema für den neuen Kalender 2020 der Deutschen Palliativ-Stiftung. Das Ergebnis wurde bei einer Ausstellungseröffnung am Freitagnachmittag der Öffentlichkeit präsentiert: 13 großformatige Fotografien (davon zwölf Monate und ein Titelbild) füllen den Gang vor den Spiegelsälen im Fuldaer Stadtschloss- und jedes erzählt seine eigene persönliche Geschichte. Musikalisch umrahmte das DUO ZWEIKLANG die Vernissage.


Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, er empfinde das Zusammenkommen bereits als kleine Tradition. 2011 wurde das Projekt das erste Mal ins Rollen gebracht. Seitdem konnte einiges erfolgreich bewegt werden. Der Ausstellungsort im Herzen der Stadt bietet hierzu den würdigen Rahmen für das schwierige Thema. "Ich möchte den Gedanken verbreiten mutig zu sein. Mutig an die Öffentlichkeit zu gehen. Die letzte Wegstrecke sollte nicht tabuisiert werden", so Wingenfeld. Es sei ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, den Menschen den letzten Weg würdig zu gestalten.

"Hier in der Ausstellung werden unterschiedliche Facetten auf Bildern gezeigt. Die Geschichten machen nachdenklich, gleichzeitig aber auch Mut. Gemeinsam kann jede Situation bewältigt werden", sagt er weiter. Dr. Thomas Sitte, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Palliativ-Stiftung, mit Sitz in Fulda, betont, dass nicht weggeschaut werden müsse. "Wir wollen bewusst anecken und mit dem Kalender das Bewusstsein der Menschen aktivieren."

Die Bilder des Kalenders entstammen dem zehnten Fotowettbewerb. Vor Ort wurden die drei Gewinner gekürt. Interessierte können die Ausstellung noch bis zum 29.01.2020 besuchen. Der ausdrucksstarke Kalender ist im Büro der Palliativ-Stiftung kostenlos erhältlich. (mkf) +++

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