Neuhof empfängt Hadamar

Nach dem Tor-Festival ist vor dem Tor-Festival?

Wollen den Gegner wieder einmal überflügeln: Branimir Velic und der SV Neuhof.
Archivfoto: Carina Jirsch

12.09.2019 / NEUHOF - Am Sonntagnachmittag (15 Uhr) könnte den Kickern der Kali-Gemeinde das nächste Schützenfest ins Haus stehen, denn mit dem SV Rot-Weiß Hadamar empfängt Neuhof in der Fußball-Hessenliga eine weitere torhungrige Mannschaft, die sich zudem mit Spektakel auskennt. Auch das Ergebnis von 6:5 ist den Gästen nicht fremd. So hieß es am zweiten Spieltag ebenfalls auswärts in Fernwald auch, wer hätte es gedacht, 6:5 und das sogar für Hadamar.

Ob Trainer Valentin Plavcic in der Trainingswoche wieder bei den B-Junioren angesetzt hat wie angekündigt, ist schwer zu sagen, denn vor allem das anstehende Pokalspiel gegen Magdlos dürfte diesem Vorhaben in die Quere gekommen sein. Sportleiter Alexander Bär sieht in der englischen Woche besonders einen kleinen Schönheitsfehler für die Spielvorbereitung, denn durch den Pokal habe man noch gar keine richtige Analyse des letzten Wochenendes betreiben können. 

Bei einem müsse aber keiner um den heißen Brei drumrum reden, denn es seien einfach zu viele Gegentore gewesen, die oftmals durch gravierende Fehler entstehen würden. Positiv schätzt Bär dabei aber die Moral der Mannschaft ein, denn die Spieler würden nie aufgeben. Beim kommenden Gegner sieht er abermals eine Truppe mit unglaublicher Qualität, aber trotzdem auch Chancen für sein Team: "Das ist vielleicht eine lösbarere Aufgabe als Ginsheim."

Wenn sich Neuhofs Sportleiter etwas wünschen könnte, wäre es ein Dreier, denn damit würde man nicht nur an Hadamar in der Tabelle vorbeiziehen, sondern auch einen Start, der im Moment ganz okay ist, ausbauen. Zuletzt macht Bär in der Hessenliga eine enorme Qualität aus, in der Neuhof nur mit grundlegenden Tugenden überstehen kann. "Du musst eigentlich permanent fighten und immer funktionieren. Jeder muss 120 Prozent geben", so der Sportleiter. Angesprochen auf das Personal zeigte sich Bär wenig erfreut, da das Lazarett nicht kleiner wird, sondern eher noch wächst. (Hendrik Erb) +++