Der entthronte Rekordmeister kommt

Gelingt Maberzell der nächste Coup?

Es ist mal wieder soweit: Superstar Timo Boll kommt nach Fulda.
Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)

12.09.2019 / FULDA - Wenn Bundesligist Borussia Düsseldorf in Fulda aufschlug, dann tat er das in schöner Regelmäßigkeit als amtierender Meister. In diesem Jahr darf von einem Novum gesprochen werden, denn erstmals seit 2006 gastiert Düsseldorf in der Barockstadt, ohne im Vorjahr einen einzigen Titel geholt zu haben. Am Sonntag (15 Uhr) ist es mal wieder Zeit für den Tischtennis-Klassiker.  

Superstar Timo Boll und der Rekordmeister schlagen in der Fuldaer Wilmigtonhalle auf und wollen den einigermaßen misslungenen Saisonstart mit einem Sieg und einer klaren Niederlage korrigieren. Auf der Gegenseite haben die Maberzeller im letzten Spiel gegen Meister und Pokalsieger Ochsenhausen überrascht und einen unerwarteten 3:1-Erfolg gelandet.

"Wir sind sicherlich der klare Außenseiter. Das nimmt Druck vom Team, gerade von Fan Bo Meng, ist aber auch eine Ausgangslage, aus der man überraschen kann", sagt TTC-Vizepräsident Claus-Dieter Schad vor dem Klassiker. Schad dürfte auch nicht verborgen geblieben sein, dass der Rekordmeister noch nicht den stabilsten Eindruck in der neuen Spielzeit hinterlassen hat. "Ruwen Filus und Tomislav Pucar können ein Spiel alleine gewinnen, warum nicht auch gegen Düsseldorf?", fragt der Vizepräsident selbstbewusst.

"Wenn Bayern München kommt, muss das Stadion voll sein"

Zumal Filus mit der deutschen Nationalmannschaft jüngst Team-Europameister wurde, dabei allerdings nicht zum Einsatz kam. Im Gegensatz zu Superstar Boll, der auch im fortgeschrittenen Sportler-Alter Tischtennis auf Weltklasse-Niveau spielt und das DTTB-Team zur souveränen Titelverteidigung führte. Mit Kristian Karlsson, Anton Källberg, Omar Assar, Sharath Kamal Achanta und Neuzugang Ricardo Walther soll Boll wieder Titel nach Düsseldorf holen.

Von diesen Zielen ist man in Maberzell in diesem Jahr bekanntermaßen weit entfernt, die neue Spielzeit wurde als Umbruchsjahr deklariert. Das erste Heimspiel gegen Ochsenhausen lockte dann auch nur wenige Zuschauer in die Halle, gegen Düsseldorf soll sich das wieder ändern. "Wenn Bayern München kommt, muss jedes Stadion voll sein", bemüht Schad einen Vergleich mit dem Branchenprimus im Fußball - und hofft, dass die Wilmingtonhalle endlich mal wieder aus allen Nähten platzt. (the) +++