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Fliedens Fixpunkt Schaub fehlt monatelang

Wie soll der Unersetzbare ersetzt werden, Herr Radic?

Einer, der nicht ersetzt werden kann, muss ersetzt werden: Fabian Schaub fehlt Flieden monatelang.
Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)

04.09.2019 / FLIEDEN - Mittelfußbruch im rechten Fuß! Mit dieser Hiobsbotschaft muss Fußball-Verbandsligist SV Flieden und vor allem Fabian Schaub seit Montag zurechtkommen. Durch die langwierige Verletzung von Fliedens Nummer 18 muss ein eigentlich unersetzbarer Spieler ersetzt werden - und Trainer Zlatko Radic wird vor eine äußerst schwierige Aufgabe gestellt. 



Mit 22 von möglichen 24 Punkten thronen die Buchonen ganz oben in der Verbandsliga, hat damit einen nahezu perfekten Start hingelegt und den direkten Wiederaufstieg ins Auge gefasst. Doch mit dieser Situation habe im Verein vor der Saison keiner gerechnet, meint Radic: "Das hat keiner von uns erwartet. Ich hab den Jungs vor der Serie gesagt, dass jeder 120 Prozent geben muss. Unsere Devise ist es von Spiel zu Spiel zu schauen."

Einen großen Anteil an der aktuellen Tabellenplatzierung und der generell herausragenden Stimmung im Fliedener Umfeld hat Stoßstürmer Fabian Schaub. Obwohl er aufgrund eines Wespenstichs zwei Spiele pausieren musste, ist Schaub mit zwei Toren und sechs Torvorlagen Top-Scorer der Fliedener. Alleine diese Zahlen zeigen, wie wichtig die Nummer 18 für seine Mannschaft ist, doch Schaub ist mehr als nur das, er ist der Fixpunkt des Fliedener Spiels. "Fabi ist einmalig. Er ist nicht zu ersetzen. Aber jetzt ist es nun einmal so und wir müssen weitermachen", hob Radic die Position seines Ausnahmestürmers heraus. 

Radic ändert wohl das System

Auf die Frage, wie er den Ausfall seines Fixpunkts in der Zukunft nun ersetzen wolle, antwortete Radic mit einer Systemänderung und fasste die Möglichkeit eines Doppelsturms ins Auge. Besonders an dieser Aussage zeigt sich die Bedeutung Schaubs, denn er begründet das Fliedener Spielsystem. "Unsere Taktik ist mehr oder weniger auf Fabi zugeschnitten. Ich bin ein Freund davon, das Sytem auf die Spieler anzupassen und deswegen muss jetzt eine Änderung her", so der Fliedener Übungsleiter.  

In den beiden Spielen gegen die Barockstadt-Reserve und Eichenzell, in denen Schaub fehlte, kam der Youngster Torben Grosch zum Einsatz, doch Radic wollte sich in diese Richtung nicht festlegen: "Es gibt zwei, drei Alternativen. Wir haben jetzt spielfrei und nächste Woche Pokal gegen Neuenberg, da können wir dann schauen, wie wir es lösen werden." Eins ist aber definitiv klar: Nach dem Ausfall von Fabian Schaub, der wohl erst im neuen Jahr wieder einsteigen kann, muss sich die Fliedener Mannschaft umstellen.

Ein Chance für die Jungspunde?

Dessen ist sich auch Zlatko Radic bewusst: "Nun ist das Team gefragt. Wir müssen das als Mannschaft lösen. Wenn alle zehn Prozent mehr geben, können wir die 100 von Fabi ausgleichen." Angesprochen darauf, ob dies nun eine Chance für die Jungspunde im Team sei, die vor allem im Angriff von Flieden zu finden sind, zeigte sich Radic bedeckt, jedoch freue er sich, wenn sich ein junger Spieler in den Vordergrund spielen würde. (Hendrik Erb) +++

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